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21.04.2017

Mitteldeutsche Zeitung stellt offen die Frage: Fördert der Staat die Illegalität?

Die Gefähr wächst: Spieler wandern in die Illegalität ab. foto: bykst pixabay

Unter der Schlagzeile "Spielhallen: Greift Staat zu stark in Geschäft ein und fördert damit Illegalität?" berichtete die Mitteldeutsche Zeitung am 20. April betont sachlich über die Existenzprobleme von Automatenunternehmern.

Vor allem geht es um die Situation vor Ort im Kreis Jessen.

Die Journalistin Ute Otto schreibt einfühlend und sachlich: "Seit 21 Jahren betreibt Winfried Richter die Spielhalle im Jessener Schlossweg sowie weitere in anderen Städten, darunter Finsterwalde und Herzberg. Die Voraussetzungen und Verordnungen zu Eröffnung und Betrieb einer solchen Vergnügungsstätte füllen einen ganzen Ordner. Auch wird vom Betreiber ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Obwohl Richter eine unbefristete Betriebsgenehmigung hat, muss auch er zum 1. Juli bei den jeweiligen Gewerbeämtern eine Glücksspielrechtliche Genehmigung neu beantragen, in deren Zuge die strengeren Regeln umgesetzt werden müssen."

Die schwierige Situation der Berufskollegen

Dann wird der Mittelständler wie folgt zitiert: „,Auf der einen Seite ist man als Unternehmer wirtschaftlich eigenverantwortlich, auf der anderen Seite greift der Staat immer mehr ein“, fühlt Richter mit den Kollegen, deren Spielhallen jetzt gefährdet sind. „Sie haben ja auch investiert und langfristige Mietverträge.“'

Ausführlich wird auf die wichtigen, gesetzlich vorgeschriebenen Präventionsschulungen eingegangen.

Der Unternehmer Winfried Richter beklagt aus der Praxis, dass das Sperren von suchterkrankten Spielern ins Leere läuft, weil diese Spieler leicht in die Illegalität abwandern könnten.

"Dem illegalen Spiel ist Tür und Tor geöffnet"

Die Reportage endet mit den warnenden Worten: "Dem illegalen Spiel ist also Tür und Tor geöffnet. Deshalb glaubt Richter nicht, dass mit schärferen Restriktionen gegenüber den Spielhallenbetreibern der Spielsucht tatsächlich Einhalt geboten werden kann."

Die Mitteldeutsche Zeitung ist eine regionale Tageszeitung für das südliche Sachsen-Anhalt im Besitz der Kölner Verlagsgruppe DuMont Schauberg. Hier ein Link zu dem Beitrag.



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