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03.08.2017

GSP fordert bundesweites und spielformübergreifendes Sperrsystem

Ein GSP-Mitarbeiter am Point of Play.

Die Gesellschaft für Spielerschutz und Prävention (GSP) aus Bingen-Dietersheim ist seit einem Jahr am Markt.

„Viele meinen, das Reduzieren der Spielangebote oder das Schließen der Spielhallen würde die Probleme lösen. Das sorgt eher dafür, dass die Spieler in den unkontrollierten, illegalen Markt abdriften oder in die Welt der Online-Spiele abtauchen, wo wir sie so gut wie gar nicht mehr erreichen können“, plädiert Geschäftsführer Achim Hoffmann für hohe Qualität, Verbindlichkeit und Vereinheitlichung der Standards im Spielerschutz.

Dazu gehören gute Aufklärungsarbeit und effektive Präventionsmaßnahmen, die die GSP in den Spielhallen selbst und ihren Betreibern anbietet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Schulung von Servicekräften sowie ein bundesweites Netz an Präventionsberatern, die den Spielern die Möglichkeit zu anonymisierten Gesprächen geben. "Als studierte Sozialpädagogen, Sozialarbeiter oder Psychologen fällt es uns leichter, den Zugang zu finden und von Spielsucht Betroffene dazu zu bringen sich Hilfe zu suchen", betont das Unternehmen aus Bingen.

"Der Einsatz von Präventionsfachkräften muss verbindlich werden"

„Es muss darum gehen, in der gesamten Branche für hohe Qualitätsstandards im Jugend- und Spielerschutz zu sorgen und bundesweite Standards zu etablieren. Diese müssen über die derzeitigen gesetzlichen Regelungen hinausgehen. Wir brauchen ein bundesweites und spieleformübergreifendes Sperrsystem, Zutritt zu Spielhallen möglichst ab 21 Jahren, häufigere und regelmäßige Schulungen für Betreiber und Servicepersonal. Der Einsatz von Präventionsfachkräften muss verbindlich werden“, fasst Geschäftsführer Achim Hoffmann die wichtigsten Anliegen zusammen.

Besonders wichtig ist der GSP dabei auch die enge Kooperation mit Hilfeeinrichtungen- und Organisationen weiter auszubauen. Enge Zusammenarbeit besteht dabei bereits mit der Akademie der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz, der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart (EVA) oder dem Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg (AGJ).



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