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10.03.2017

Saarland: Politik schreibt 1 050 Arbeitsplätze ab

Der neugewählte Vorstand des Automaten-Verbandes-Saar: Christian Antz, Benedict Jentzsch, Udo Altpeter, Hans-Jürgen Jentzsch, Hans-Rudolf Buchheit, Philipp Zimmer und Markus Schackmann (v.l.). Krankheitsbedingt fehlt Peter Edelbluth.

„Es ist eine Zeit, die kaum zu beschreiben ist. Es gibt kaum Beanstandungen, und trotzdem will man uns nicht mehr“, sagte Christian Antz, Vorsitzender des Automaten-Verband-Saar zu Beginn der Jahreshauptversammlung am 7. März.

 

Mit emotionalen Worten wies der Vorsitzende im Victor's Residenz Hotel in Saarlouis auf die „kleinen Erfolge“ des Verbands hin, appellierte aber auch an Großhändler, Industrie und Unternehmer gegen das illegale Spiel, vor allem gegen die Café-Casinos, vorzugehen.

 

Mit Spannung erwarteten die Mitglieder und Gäste die Podiumsdiskussion, zu der der Verband alle Parteien eingeladen hatte. Letztendlich stellten sich nur die Landtagsabgeordnete Ruth Meyer (CDU) und Oliver Luksic, der Spitzenkandidat und Landesvorsitzende der zurzeit nicht im Landtag vertretenen FDP. Obwohl am 26. März Landtagswahlen im Saarland bevorstehen, fanden Vertreter der eingeladenen Parteien SPD, Piraten, Grüne und Linke aus verschiedenen Motivationen heraus nicht den Weg nach Saarlouis.

 

"Klarer Regulierungswunsch"

 

Christian Antz stellte mehrfach deutlich heraus, dass die Politik etwa 1 050 Arbeitsplätze im Saarland gefährde. Doch machte Ruth Meyer den Mitgliedern wenig Hoffnung auf Änderungen am Landesglücksspielgesetz. Meyer betonte den „klaren Regulierungswunsch“ der regierenden Parteien. „Wir wollen weniger Spielhallen und nicht so massiert“, sagte Meyer.

Viele Automatenunternehmer, die bisher zumindest auf den Schutz des Bestandes hofften, stieß die CDU-Politikerin damit vor den Kopf.

 

Heike Cloß, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Saarland, lobte hingegen die Anstrengungen der Unternehmer. „Es ist eine legale Branche, die sich gesetzestreu verhält und den Jugend- und Spielerschutz sowie das Baurecht achtet“, unterstrich Cloß.

 

Für Oliver Luksic (FDP) hat „die Politik Maß und Mitte verloren“. Er fordert ein Qualitätssiegel wie in Bayern und qualitative Auswahlkriterien. „Wenn Investitionen getätigt wurden, muss es auch einen Vertrauensschutz geben“, legte Luksic dar.

 

Die Mitglieder setzen auch weiterhin auf ihren bisherigen Vorstand. Einstimmig wurden Christian Antz, Markus Schackmann, Hans-Jürgen Jentzsch, Udo Altpeter, Hans-Rudolf Buchheit, Peter Edelbluth und Philipp Zimmer en bloc in ihren Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand: Benedict Jentzsch.

 

Mehr zur Jahreshauptversammlung des Automaten-Verbandes-Saar lesen Sie in der Aprilausgabe vom AutomatenMarkt.



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