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11.10.2017

Mit Qualität in die Offensive

Pressegespräch in Düsseldorf mit Simone Storch, Burkhard Revers, Georg Stecker und Moderator Oliver Dunk (v.l.).

Spielhallenbetreiber in Nordrhein-Westfalen warnen vor einem Kahlschlag des legalen Spielangebots in ihrem Land. Gleichzeitig gehen sie mit Qualitätsverbesserungen in die Offensive. Beides war Thema eines gut besetzten Pressegesprächs im Düsseldorf Medienhafen, zu dem der Deutsche Automaten Verband (DAV) und der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) im Vorfeld eines Parlamentarischen Abends eingeladen hatten.

Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes durch biometrische Einlasskontrollen sowie freiwillige TÜV-Zertifizierungen – Nordrhein-Westfalens Spielhallenbetreiber setzen auf die „Qualitätsinitiative 2020“.

„Wir wollen, dass die überleben, die sich an Gesetze halten. Rigorose Mindestabstandsregelungen und das Verbot von Mehrfachkonzessionen, wie sie die aktuelle Gesetzgebung vorsieht, würden lediglich für einen quantitativen Kahlschlag bei den gewerblichen Spielhallen sorgen. Dabei ist guter Spielerschutz vor allem das Ergebnis qualitativer Maßnahmen“, sagte DAV-Vorstandsmitglied und Präventionsbeauftragter Burkhard Revers. „Wenn die Regulierung voll durchgreift, könnten bis zu 70 Prozent der Spielhallen in Nordrhein-Westfalen von einer Schließung bedroht werden – tausende Arbeitsplätze geraten in Gefahr.“

Schließungen nach dem Rasenmäherprinzip sind auch für Georg Stecker, Vorstandssprecher der DAW nicht hinnehmbar: „Die aktuelle Regulierung stärkt den Schwarzmarkt und damit fragwürdige Anbieter wie zum Beispiel Café-Casinos sowie das illegale Spiel im Internet. Sie drängt gewerbliche Spielhallen vom Markt und schwächt den Spieler- und Verbraucherschutz.“

Paradigmenwechsel nötig

Am 30. November endet in NRW die im Rahmen des Gücksspielstaatsvertrages eingeräumte fünfjährige Übergangsfrist. Das Land hatte den Vertrag später als die meisten anderen Länder ratifiziert.

Die Automatenwirtschaft will den Gesetzgeber von einem Paradigmenwechsel beim Jugend- und Spielerschutz überzeugen. Dem technischen Fortschritt müsse in Form geeigneter gesetzlicher Grundlagen für die biometrischen Einlasskontrollsysteme Rechnung getragen werden. Dies würde gleichzeitig die Spielhallenbetreiber ermutigen, auf die „Qualitätsinitiative 2020“ aufzuspringen und die innovativen, zuverlässigen Systeme flächendeckend einzuführen.

Revers und Stecker machen sich in jedem Fall für ordentlich geführte Spielhallen stark: „Wir unterstützen all diejenigen, die sich an Regeln halten. Wir stehen für das legale, verbraucherschützende Spiel!“



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