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26.02.2016

Politik und Industrie fordern klare Glücksspielregulierung

Namhafte Politiker, Wissenschaftler und Vertreter von Industrie und Verwaltung diskutieren auf Einladung des eco-Verbandes über die Zukunft des digitalen Glücksspiels.

Im Rahmen einer Fachtagung des eco Verbands für Internetwirtschaft diskutierten nahmhafte Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Verwaltung am 25. Februar in Berlin darüber, wie digitales Glücksspiel in Deutschland in Zukunft reguliert werden soll.

Mehrfach wurde eine bundesweite Glücksspielregulierung als Kernvoraussetzung für ein modernes und sicheres Kundenangebot sowie eine Erhöhung der Steuereinnahmen genannt.

Zwar dauerte die Fachtagung „Die Zukunft des digitalen Glücksspiels – Neue staatliche Lenkung?“ nur gut drei Stunden, umso hochkarätiger waren die Redner.

Vorbild Dänemark

Der Einladung des eco-Verbandes folgten unter anderen Dr. Peter Harry Carstensen, der ehemalige Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, der Bundestagsabgeordnete Professor Dr. Patrick Sensburg (CDU) und Birgitte Sand, Direktorin der Danish Gambling Authority. Darüber hinaus bereicherten Wissenschaftler, Landespolitiker sowie Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung die Veranstaltung.

Mit ihrem Vortrag über die „Wirtschaftliche Bedeutung und Potenziale des Online-Glücksspielmarkts“ erläuterte Dr. Iris Henseler-Unger, Geschäftsführerin der WIK-Consult, anhand der Studie „Bettertainment“ die ungenutzten Möglichkeiten für Wachstum, Beschäftigung und Steuereinnahmen aufgrund der derzeitigen Glücksspielregulierung.

Birgitte Sand ging detailliert auf das dänische Regulierungsmodell ein und zeigte, dass es sehr wohl möglich ist, die wirtschaftlichen Interessen der Anbieter mit einem hohen Spielerschutzniveau zu verbinden, um auf einen Marktanteil des legalen Spiels von 92 Prozent zu kommen.

Problem dringt allmählich in die Politik

Seit der hessischen Innenminister Peter Beuth die Vergabe der Sportwettenkonzessionen harsch kritisierte und vorschlug, eine zentrale Aufsichtsbehörde mit bundesweiter Zuständigkeit zu gründen, äußern sich allmählich immer mehr Politiker über Änderungen in der deutschen Glücksspielregulierung.

Hans-Jörn Arp, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, berichtet davon, dass, seit Hessen sich in Bezug auf die Sportwettenkonzessionierung neu positioniert hat, immer häufiger Landespolitiker auf ihn zukommen und seine Erfahrungen mit dem damals EU-notifizierten Glücksspielgesetz hören wollen.

In unserer April-Ausgabe folgt ein umfassender Bericht zu dieser Fachtagung des Verbandes eco.



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