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01.03.2016

Deutscher Sportwettenverband bezieht Position

Mathias Dahms: "Um den Kampf gegen das Match Fixing in Deutschland zum Erfolg zu führen, ist unabdingbar, dass die Bundesländer nun endlich den seit Jahren mit Rechtsunsicherheit behafteten Glücksspielstaatsvertrag einer grundlegenden Reform unterziehen."

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) bezieht zu dem Themenabend "Wettbetrug" Position.

Präsident Mathias Dahms erklärt: "Der ARD-Spielfilm ,Auf Kurze Distanz' und die anschließende Dokumentation zum gleichen Thema, die sich mit Spielmanipulation und Wettbetrug befassen, beleuchten ein ernstzunehmendes Problem und unterstreichen den politischen Handlungsbedarf bei Bund und Ländern. Spielmanipulation ist ein Verbrechen, dem in erster Linie der Sport und die Sportwettenanbieter zum Opfer fallen. Wenn kriminelle Gruppen Spiele verschieben und so mit Wetten betrügen, dann tragen wir Buchmacher den wirtschaftlichen Schaden davon, da wir so erschlichene Wettgewinne auszahlen müssen. Es handelt sich um ein sehr ernstes Problem, das das Vertrauen in den Sport gefährdet.“

Gemeinsam gegen Spielmanipulation vorgehen

Der DSWV begrüße vor diesem Hintergrund den kürzlich vorgelegtens Gesetzentwurf der Bundesregierung, mit dem das Strafrecht angepasst werden soll, um Spielmanipulation effektiver zu ahnden.

Auch habe sich die Bundesregierung dazu verpflichtet, eine Nationale Plattform einzurichten, auf der Sport, Wettanbieter und Behörden Informationen austauschen und gemeinsam gegen Spielmanipulation vorgehen können.

"Um den Kampf gegen das Match Fixing in Deutschland zum Erfolg zu führen, ist jedoch unabdingbar, dass die Bundesländer nun endlich den seit Jahren mit Rechtsunsicherheit behafteten Glücksspielstaatsvertrag einer grundlegenden Reform unterziehen. Die darin gefassten Regeln zum Thema Prävention von Spielmanipulation gehen nämlich völlig am Ziel vorbei und befeuern den anonymen Schwarzmarkt in Asien, auf dem die Manipulationen in der Regel stattfinden", macht der Verband deutlich.

Wichtiges politisches Treffen am 17. März

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer beschäftigen sich am 17. März mit der Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrags, nachdem der Europäische Gerichtshof am 4. Februar zum wiederholten erklärt hat, dass zentrale Bestandteile der deutsche Sportwettenregulierung europarechtswidrig sind.

Mathias Dahms kommentiert: “Seriöse, in Europa lizenzierte Sportwettanbieter bemühen sich seit langem darum, auch in Deutschland ein effektives Präventions- und Meldesystem gegen Spielmanipulation zu etablieren. Die Rechtsunsicherheit im Bereich der Sportwettenregulierung macht diese Bestrebungen jedoch äußerst schwierig. Wir führen nun Diskussionen mit dem Sport, wie wir trotz dieser Hürden eine Anti-Manipulations-Institution ins Leben rufen können.“

Symposium "Kampf gegen Spielmanipulation"

Um einen besseren Schutz vor Spielmanipulation zu erreichen, hat der DSWV vor wenigen Monaten das Symposium „Kampf gegen Spielmanipulation“ veranstaltet, auf dem Experten aus Sport, Politik und Wissenschaft diskutiert haben, wie die Integrität des Sports effektiv geschützt werden kann.

Über den Deutschen Sportwettenverband: Der DSWV wurde im Jahr 2014 von den führenden deutschen und europäischen Sportwettenanbietern in Berlin gegründet. Mit Sitz im Haus der Bundespressekonferenz versteht sich der Verband als öffentlicher Ansprechpartner, insbesondere für Politik, Sport und Medien. Alle Mitgliedsunternehmen verfügen über Lizenzen in EU-Mitgliedsstaaten und streben eine Regulierung und Konzessionierung auch für den deutschen Markt an. Die meisten Mitglieder sind auch als Sponsoren im Profisport aktiv.



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