Finanzminister Wolfgang Schäuble will europaweit gegen die mögliche Geldwäsche über Online-Casinos vorgehen. Das berichtet die Wirtschaftswoche.
In einem internen Papier des Ministeriums heißt es: „Bei Online-Glücksspielen sind die Risiken für Betrug und Geldwäsche besonders hoch. Die illegale Herkunft der in den Spielbetrieb eingebrachten Gelder kann durch Transaktionen über mehrere Spielerkonten und Konten der Betreiber bestens verschleiert werden.“
Schäuble will das Geldwäschegesetz deshalb ergänzen und die Abläufe im Online-Glücksspiel transparenter machen. Die Behörden sollen so in die Lage versetzt werden, die Geldströme besser verfolgen zu können.
„Was auf den ersten Blick wie ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität aussieht, wirkt zunächst aber nur symbolisch. Denn die Anbieter von Internet-Poker, Sportwetten oder Bingo sitzen fast ausnahmslos im Ausland und sind für die deutsche Justiz praktisch nicht greifbar. Online-Kasinos aus Großbritannien und den USA dominieren den legalen Markt. Illegale Kasinos sitzen meist auf Malta und auf den Bahamas. Zu ihren Kunden zählen auch rund 800 000 Deutsche“, betont die Wirtschaftswoche.
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