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Ausbildung 2011

AutomatenMarkt Sonderausgabe April 201128 Fit für die Zukunft Berufe im ÜBerBlick sowie durch regionale Fördertöpfe unterstützt wurde, wird morgen schon nicht mehr bezuschusst, weil Fördermittel fehlen. Hinzu kommt die immer knapper werdende Ressource Azubi. Bereits im Jahr 2010 ist es einigen bekannten Unternehmen der Branche nicht mehr gelungen, geeignete Auszubildende zu finden. Fördermittel werden sicherlich auch noch in der Zukunft für einzelne Härtefälle vorhanden sein, ob diese Jugendlichen aber für uns geeignet sind, bezweifele ich. Potenzielle Bewerber können in Praktika getestet werden AutomatenMarkt: Besteht für Unternehmer die Möglichkeit, potenzielle Kandidaten in einem (geförderten) Praktikum zu testen? Bernd Bretterbauer: Ist es einem Jugendlichen nicht gelungen, nach Schuleende eine Lehrstelle zu finden, und ist er deshalb bei seiner zustän­ digen Arbeitsagentur lehrstellen­ suchend gemeldet, so besteht für ihn die Möglichkeit, an einer sogenannten Einstiegsqualifizierungsmaßnahme teilzunehmen. Das bedeutet in der Praxis, dass ein Unternehmer, der einen solchen Jugendlichen als Praktikant einstellt, durch die Arbeits­ agentur eine monatliche Praktikanten­ beihilfe in Höhe von circa 200 Euro erhält. Diese Beihilfe wird jedoch maximal bis zum nächstmöglichen Ausbildungsstart, also bis zum 1. August eines Jahres gezahlt. „Unternehmer sollten endlich wie Unternehmer handeln.“ AutomatenMarkt: Was muss die Branche unternehmen, um die neuen Berufe weiter voranzubringen? Bernd Bretterbauer: Es ist einfach zwingend erforderlich, dass Unter­ nehmer in Sachen Ausbildung endlich auch als Unternehmer handeln. Es ist mehr als verwunderlich, dass gerade einige ‚Große‘ sich der Ausbildung weiterhin aus Gründen verschließen, die nicht nachvollziehbar sind. Gerade in Zeiten wo es offensichtlich ‚in‘ ist, der Branche immer wieder neue Steine in den Weg zu legen, müssen Unternehmer mit den wenigen Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, versuchen, ihr und damit der gesamten Spielautomatenbranche durch das Thema Ausbildung ein positives Image zu verleihen. Wer das nicht versteht, schadet allen und letztlich auch sich selbst. ❒