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Ausbildung 2011

AutomatenMarkt Sonderausgabe April 2011 33 Daten und Fakten Fit für die Zukunft Akteure in der PrAxis bildungsaktivitäten inn- nerhalb der Branche noch ausbaufähig. Einerseits seien AWI- Geschäftsführer Dirk Lamprecht zufolge 95 Prozent der ausbilden- den Kaufleute mit ihren Auszubildenden zufrieden, anderer- seits könnte die Branche „jährlich 300 bis 400 Azubis aufnehmen“, meint der Ausbildungsbeauftragte Bernd Bretterbauer. Bei etwa 70 000 Arbeitskräften in der Branche scheint dies ein erreichbares Ziel zu sein. Im Fußball sprechen Reporter manch- mal etwas despektierlich vom fehlen- den Spielermaterial, doch auch in der Automatenbranche steht der geeignete Nachwuchs nicht immer Schlange. „Es ist relativ schwer, gute Auszubil- dende zu finden“, stellte der Unter- nehmer Lars Rogge Anfang 2010 fest. Rogge löste das Problem, indem er sei- ner 41-jährigen Teamleiterin die Aus- bildungsstelle anbot. Diese könne dann bei eventuell nachfolgenden Azubis das Gelernte weitergeben. Erfahrungsberichte zeigen, dass für eine Ausbildung gewisse betriebliche Voraussetzungen vorhanden sein soll- ten: „Wenn einer überwiegend allein arbeitet, schafft er das wohl nicht. Aber wer einen oder zwei Techniker beschäftigt, der kann auch einen Azubi anstellen. Die 500 Euro, die ein Lehrling so verdient, arbeitet er auch wieder herein“, betont Wolfgang Voß. Doch kommen die Hindernisse manch- mal auch von außen. Erwin Koschem- bar, Ausbildungsleiter bei der Schmidt- Gruppe, berichtet gar von Mitarbeitern der Arbeitsagenturen, die, aufgrund persönlicher Ressentiments, Ausbil- dungswilligen freie Stellen bei der SchmidtGruppe nicht mitteilen. Wolfgang Voß wünscht sich mehr Rückendeckung aus der Politik. Wich- tiger noch als finanzielle Unterstützung sei die Planungssicherheit. „Wir wissen doch nie so genau, woran wir sind. Wir wissen nicht, ob die Spiel- verordnung so bleibt wie sie jetzt ist. ➣ Deniz Inac und Denna Friedrich: Die Azubis von Unternehmer Wolfgang Götz engagieren sich.