
AutomatenMarkt Sonderausgabe April 201134 Fit für die Zukunft Akteure in der PrAxis Wir wissen nie, wie sich die Vergnü- gungssteuer noch entwickelt. Es gibt Kollegen, die immer nur kurzfristig planen und nicht ausbilden, weil sie nicht wissen, ob sie morgen noch da sind. Würde die Politik uns langfristig verlässliche Rahmenbedingungen bie- ten, liefe das mit der Ausbildung auch viel besser. Davon bin ich absolut über- zeugt“, erläutert Voß. Automatenkaufmann Wolf-Dieter Liese sieht in der Einbindung jungen Perso- nals in sein Unternehmen einen guten Weg, den „Kontakt zu einem jungen Publikum zu pflegen“: „Jemandem eine Ausbildung anzubieten, bringt natürlich auch große Verantwortung und Organisationsbereitschaft mit sich“. Um im härter werdenden Wettbewerb bestehen zu können, seien gut aus- gebildete und motivierte Mitarbeiter unerlässlich, sagt Koschembar. Mittlerweile bilden auch verstärkt kleine und mittelständische Betriebe in den Automatenberufen aus, doch das Gros der Ausbildungsplätze stellen drei große Filialunternehmen. Von insgesamt etwa 500 Auszubilden- den zur Fachkraft für Automaten- service und Automatenfachmann/ -frau erlernen alleine in der Gausel- mann Gruppe etwa einhundert Nach- wuchskräfte die neuen Berufe. Die SchmidtGruppe bietet vierzig jungen Menschen diese Chance und Extra Games bildet 29 Mitarbeiter in den neuen Berufen aus. Bei allen Filial- unternehmen kommen meist noch weitere Ausbildungsberufe, wie Bürokaufmann/-frau und Elektroniker für Geräte und Systeme hinzu. Als Argument, warum man als Auto- matenunternehmer nicht ausbildet, werden meist die hohen Kosten vor- gebracht. Dies erweist sich aber nur bedingt als richtig: „Zu Beginn der Ausbildung stellen Azubis eine gewis- se Belastung dar, auch unter Kosten- ➣ Experten bei Ausbildungsfragen: Erwin Koschembar, Rolf Klug und Freddy Fenkes (v.l.).