
AutomatenMarkt Sonderausgabe April 201142 Fit für die Zukunft Akteure in der PrAxis Das Robert-Bosch-Berufskolleg in Duisburg bietet seit 2008 die automatenspezifischen Berufe an. Der zuständige Bildungs- gangkoordinator Andreas Steczka berichtet aus der Berufs- schulpraxis. Eine Online-Lernplattform ersetzt Lehrbücher. Qualifizierte Fachkräfte werden zum Unterscheidungsmerkmal AutomatenMarkt: Wie sehen Sie den Verlauf der neuen Ausbildungs berufe „Fachkraft für Automaten service“ und „Automatenfachleute“, seitdem das RobertBoschBerufs kolleg in Duisburg (RBBK) diese ausbildet? Andreas Steczka: Mit großem Engagement, einer gesunden Portion Optimismus und viel Arbeitseinsatz der Ausbildungsbetriebe und Unter richtenden haben im Sommer 2008 knapp zwanzig junge Menschen diese vollkommen neue Ausbildung begon nen und werden diese voraussichtlich alle erfolgreich im Sommer beenden. Zum Erfolg dieses attraktiven Ausbil dungsberufes kann man der Automa tenbranche herzlich gratulieren. Leider scheint trotz aller Bemühungen der AWI – vor allen Dingen sei hier Herr Bretterbauer stellvertretend für alle genannt – die Ausbildung abgese hen von den großen Filialbetrieben eher unbekannt zu sein. Ein anderer Hinderungsgrund besteht offenbar darin, dass gerade kleine Betriebe die Vorteile selbst Nachwuchs auszubil den nicht erkennen. Hinzu kommen Befürchtungen der Kaufleute, sie könnten den erforderlichen Ausbilder schein der IHK nicht schaffen. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die „Guter Service steht immer mehr im Vordergrund“ ausbildungswilligen Betriebe ihre Scheu ablegten und sich aktiv für den neuen Beruf einsetzen würden. Qualifizierte Fachkräfte – gerade in der Unterhaltungsbranche – werden immer mehr zu dem qualitativen Unterscheidungsmerkmal. Guter Service steht immer mehr im Vorder grund und auch die aktuelle Diskussion über die Gefahren des „problema tischen Spielverhaltens“ einzelner Gäste könnte durch die Beratung von geschultem Personal offensiver von der Branche geführt werden. AutomatenMarkt: Wie viele Azubis lernen die neuen Berufe am RBBK? Wie viele davon kommen aus der Unterhaltungsautomatenbranche?