400 Gäste bei „Politik trifft Unterhaltung“

Die jüngste Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Politik trifft Unterhaltung“ fand am vergangenen Mittwoch im „Berlin Capital Club“ am Gendarmenmarkt statt und war außergewöhnlich gut besucht. Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) begrüßte rund 400 Gäste.

„Wir spielen nicht nach Noten, aber nach klaren Regeln“, sagte Stecker in seiner Begrüßungsrede vor Abgeordneten des Bundestages und des Berliner Abgeordnetenhauses, Vertretern von Bundes- und Landesministerien, Landesvertretungen und ausländischen Botschaften sowie Konzernrepräsentanzen und Medienleuten und spielte damit auf die Aussicht auf das berühmte Berliner Konzerthaus an, die vom „Berlin Capital Club“ besonders schön ist.

„Dort spielt man nach Noten, bei uns und unseren Unternehmen dagegen nach klaren Regeln“, sagte Stecker weiter. „Klare Regeln bedeuten für uns ein klares Bekenntnis zu Qualität und Legalität. Wir vertreten als Deutsche Automatenwirtschaft das legale geregelte stationäre gewerbliche Geldspiel und sind damit auch ein legaler geregelter Anbieter wie Lotto und die Spielbanken zum Beispiel.“

Das gewerbliche Automatenspiel erfülle einen wichtigen Auftrag aus dem Glücksspielstaatsvertrag, nämlich an der Kanalisierung des Spieltriebs der Menschen in legale verbraucherschützende Bahnen mitzuwirken, so der DAW-Vorstandsprecher. Mit der Qualitätsinitiative 2020 setze sich die Branche konsequent für einen verbesserten Spieler- und Jugendschutz ein und fordere darüber hinaus die gesetzliche Verankerung der Zertifizierung von Spielhallen. Das sei der beste Qualitätsnachweis und entlaste die Vollzugsbehörden bei den Kommunen.

Im Namen der Automatenbranche fordert Stecker ein bundesweit einheitliches Zugangssysteme für alle Spielhallen sowie eine bundesweite spielformübergreifende Sperrdatei und die künftige Qualifizierung des Berufszugangs.

„Wer eine Spielhalle betreibt, muss unseres Erachtens vorher eine qualifizierte Prüfung ablegen, weil er mit einem sensiblen Produkt arbeitet. Das wollen wir, und dafür setzen wir uns vehement ein“, betonte Stecker und stellte außerdem erneut fest: „Der Glücksspielstaatsvertrag der Länder ist erkennbar gescheitert. Gleichzeitig nimmt die Illegalität enorm zu, terrestrisch und online, auch aufgrund verfehlter Regulierung und fehlenden Vollzugs.“
 
Lotto und die legalen Unternehmen der Deutschen Automatenwirtschaft litten massiv darunter. Der Ehrliche sei wieder einmal der Dumme. Die Glücksspielregulierung benötige dringend einen kompletten Neuanfang und eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach strengen Qualitätsmaßstäben.