BDWi solidarisch mit der Automatenbranche – Schließungen nur absolut letztes Mittel – Verbraucher wandern in illegale Online-Casinos ab

Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft.

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) hat jetzt eine „Bestandsaufnahme: Dienstleistungswirtschaft in der Corona-Krise“ publiziert. Darin wird auch dem gewerblichen Geldspiel ein kurzes Kapitel gewidmet. Hier der Wortlaut:

"Die Pandemie verlangt uns allen viel ab. Auch die Unternehmen der Automatenwirtschaft tragen dabei Verantwortung. Dieser Verantwortung kommen sie auch nach. Schon jetzt unterstützen Beschäftigte der Automatenwirtschaft, die unter den Schließungen leiden, aktiv die Arbeit in systemrelevanten Bereichen. Servicekräfte in Kurzarbeit helfen beispielsweise im Einzelhandel aus. Diese solidarischen Hilfsmaßnahmen begrüßt die Branche ausdrücklich. Sie tragen dazu bei, dass diesem Bespiel weitere Unternehmen folgen.

Existenzielle Ausnahmesituation für 70 000 Beschäftigte

Aus ökonomischer Sicht sind die verhängten Maßnahmen für die Branche wie auch viele andere Bereiche der Wirtschaft und die Beschäftigten schmerzlich und existenzbedrohend. Durch die bundesweite Schließung von Spielhallen und gastronomischen Betrieben sind die Unternehmen der Automatenwirtschaft in eine existenzbedrohende Notlage gekommen. Die rund 6 000 Unternehmen der Automatenwirtschaft in Industrie, Großhandel und vor Ort in den Spielhallen und gastronomischen Betrieben sind wirtschaftlich mit ihren 70 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in einer existenziellen Ausnahmesituation. Nach den Umsatzrückgängen in den Vorwochen fallen die Einnahmen in einigen Fällen für sechs Wochen gänzlich weg. Löhne und Gehälter, Mietverträge und andere Verpflichtungen laufen jedoch weiter.

Die von Bund und Ländern auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie begrüßt die Branche ausdrücklich. Entscheidend ist jetzt, dass die Hilfen schnell, unbürokratisch und effektiv umgesetzt werden.

Appell: Schließungen dürfen nur das absolut letzte Mittel sein

Für die kommenden Wochen erwartet die Branche von den Entscheidungsträgern, dass sie mit Augenmaß handeln. Mit Blick auf die Unternehmen und ihre Beschäftigen aber auch im Sinne des Kanalisierungsauftrags dürfen die Schließungen nur das absolut letzte Mittel sein. Die Zeiträume der Maßnahmen sollten deshalb so kurz wie nötig gehalten werden. Denn es ist jetzt schon erkennbar, dass Verbraucher in illegale Online-Casinos abwandern, die keinen mit Spielhallen oder den ordentlichen Gastronomiebetrieben vergleichbaren Spieler- und Jugendschutz bieten."

Außerdem verweist der BDWi in seiner kurzen Bestandsaufnahme auf die Online-Seiten von BA und Forum: "Mehr Informationen zur Branche finden Sie auf den Websites des Bundesverbandes Automatenunternehmer www.baberlin.de und des Forums für Automatenunternehmer www.forum-automaten.de."

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)

Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) vertritt 17 Branchenverbände des tertiären Sektors, denen rund 100 000 Unternehmen mit mehr als zwei Millionen Mitarbeitern angehören. Das Spektrum erstreckt sich von der Altenpflege über die Autovermieter und das gewerbliche Spiel bis hin zur Zeitarbeit. Die vollständige Bestandsaufnahme des BDWi können Sie hier nachlesen.