Berlin: Erfolgreiche Kontrollen von Café-Casinos

Gerade in Berlin gibt es viele illegal betriebene Café-Casinos, wie der Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland auf einer Versammlung anschaulich dokumentierte.

Die Berliner Polizei hat am 30. Mai 33 Spielstätten im gesamten Stadtgebiet kontrolliert. Von diesen 33 Spielstätten waren laut „Berliner Morgenpost“ 29 Café-Casinos, zwei Wettbüros und zwei Spielhallen. Nur einer der Standorte soll „die Vorgaben erfüllt“ haben.

Sechs Mal stellten die etwa 60 Polizisten „strafbare Veranstaltung von Glücksspielen“ fest, 28 Mal beanstandeten die Fahnder „weitere Zuwiderhandlungen gegen die Spielverordnung und das Berliner Spielhallengesetz“.

Die Überprüfungen fanden in folgenden Ortsteilen statt: Wilmersdorf, Neu-Hohensschönhausen, Hellersdorf, Marzahn, Gesundbrunnen, Neukölln, Britz, Rudow, Siemensstadt, Schöneberg, Köpenick und Rahnsdorf.

Die Beamten stellten insgesamt 28 Spielautomaten sicher oder versiegelten diese. Laut „Berliner Morgenpost“ mussten am Britzer Damm sechs Café-Casinos geschlossen werden.

Wie prekär die Situation in Berlin ist, beschreibt auch ein Artikel der „Berliner Zeitung“. Dort wird geschätzt, dass auf 470 legale Spielstätten in Berlin 2 500 illegale Objekte kommen.

„Mit großer Sorge sehen wir, dass die Illegalität am Markt enorm zunimmt“, sagt dazu Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft.

Auch der mangelhafte Vollzug und die dadurch fehlenden Steuereinnahmen werden thematisiert.