Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft spricht sich für die Unterstützung betroffener Unternehmen aus

Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi), fordert vor dem Hintergrund weiterer Einschränkungen der wirtschaftlichen Betätigung Unterstützung für betroffene Unternehmen.

Anja Bischof, Geschäftsführerin des Forum der Automatenunternehmer, weist auf massive Umsatzverluste von Unternehmen unserer Branche hin und fordert ein neues Design von Wirtschaftshilfen.

„Reicht die Verlängerung der Überbrückungshilfe III Plus aus? Für Unternehmen aus Branchen, die auf Endverbraucher angewiesen sind, wird das nicht der Fall sein“, sagt Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi).

Seit fast zwei Jahren müssten Unternehmen mit „rein in den Lockdown – raus aus dem Lockdown“ leben. In den Zwischenzeiten war der Geschäftsbetrieb immer wieder eingeschränkt, verbunden mit einer großen Verunsicherung der Kunden.

Dramatische Auswirkungen für stationäre Betriebe

„Zudem kämpfen die stationären Betriebe mit der Konkurrenz aus dem Onlinegeschäft und verlieren dadurch dauerhaft Kunden. Das hat dramatische Auswirkungen auf den Leerstand in den Innenstädten. All das sollte die neue Ampel-Regierung berücksichtigen, wenn das Thema im Kabinett auf der Tagesordnung steht“, fordert Heinz. 

Ein ganz praktisches Problem sei die mangelhafte Verfügbarkeit von Corona-Schnelltests. „Vielleicht kann der Bund den Unternehmen bei diesem Problem kurzfristig unter die Arme greifen?“, fordert Heinz.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass die amtierende Bundesregierung den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis Ende März 2022 verlängert hat. Das erleichtert es Unternehmen ihre Mitarbeiter zu halten. Seit Beginn der Pandemie haben viele Dienstleister Mitarbeiter verloren“, erläutert BDWi-Präsident Heinz.

Massive Umsatzverluste

Ergänzend betont Anja Bischof, Geschäftsführerin des Forum der Automatenunternehmer, dass „momentane Wirtschaftshilfen an die aktuelle Situation angepasst werden müssen“. Sie führt weiter aus: „Unsere Politik muss sich über ein neues Design der Wirtschaftshilfen, angepasst an die derzeitige Lage, schnell Gedanken machen. Schon jetzt verzeichnen Unternehmen unserer Branche massive Umsatzverluste aufgrund der Auflagen durch die Pandemie. In dieser vierten Welle haben viele Unternehmen kaum noch Substanz, von der sie in diesem Winter zehren können.“