Großrazzia im Saarland – Automaten-Verband-Saar fordert energisches Vorgehen gegen illegales Glücksspiel

Über 400 Polizisten und Steuerfahnder waren am 7. Juli im Einsatz gegen illegales Glücksspiel.

Christian Antz: "Die im Automaten-Verband-Saar zusammengeschlossenen Unternehmer distanzieren sich von illegalen Glücksspielbetreibern und begrüßen nachdrücklich das konsequente Vorgehen von Polizei und Steuerfahndung gegen illegale Spielangebote und -lokalitäten."

Im Rahmen einer Großrazzia der Polizei gegen das illegale Glücksspiel durchsuchten am 7. Juli rund 400 Einsatzkräfte der Polizei gleichzeitig 41 Objekte im gesamten Saarland. Auch Spezialkräfte kamen zum Einsatz.

Objekte in Völklingen, Großrosseln, Neunkirchen und Perl im Visier der Fahnder

Dem Saarländischen Rundfunk zufolge wurden drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Laut einer Pressemitteilung der saarländischen Polizei durchsuchten die Ermittler des Landespolizeipräsidiums und der Steuerfahndung gemeinsam in Völklingen, Großrosseln, Neunkirchen und Perl neben Gaststätten und Spielhallen auch Privatwohnungen. Ermittler stellten bei den Durchsuchungsmaßnahmen zahlreiche Geldspielautomaten, Handys und Datenträger als Beweismittel sicher, welche jetzt ausgewertet werden müssen. Die Ermittlungen dauern an. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken eröffnet vermutlich Verfahren wegen des banden- und gewerbsmäßigen Computerbetruges, des illegalen Glücksspiels und weiterer Delikte.

Bouillon: „Großer Schlag gegen das illegale Glücksspiel im Saarland"

Klaus Bouillon (CDU), Innenminister des Saarlands sagt dazu: „Mit der heutigen Aktion ist unserer Polizei und der Staatsanwaltschaft ein großer Schlag gegen das illegale Glücksspiel im Saarland gelungen. Wir haben damit ein deutliches Zeichen gesetzt und werden für eine lückenlose Aufklärung aller Sachverhalte sorgen."

Polizistin aus Völklingen tatverdächtig

Weil eine Polizeibeamtin zum Kreise der Verdächtigen gehört, wurden auch deren Privatwohnung sowie ihr Arbeitsplatz bei der Polizeiinspektion Völklingen durchsucht. Die Dienstausübung wurde ihr ab sofort untersagt.

Medien und Politik unterscheiden teils nicht zwischen legalen Spielhallen und illegalen Lokalitäten

Der Vorstand des Automaten-Verbandes-Saar (AVS) positioniert sich in diesem Zusammenhang klar. Der AVS fordert seit Jahren ein energisches Vorgehen gegen illegal Glücksspielanbieter, die das gewerbliche Geldspielangebot der legalen Spielhallenbetreiber im Saarland nachhaltig gefährden und beschädigen. Über bekannt gewordenen illegale Spielstätten werden Polizei und Ordnungsbehörden umgehend informiert. Leider werde in der Öffentlichkeit, teilweise auch in Medien und der Politik, nicht zwischen dem legalen gewerblichen Geldgewinnspiel in Spielhallen und in Gaststätten sowie dem illegalen Zocken in illegalen Lokalitäten und Hinterzimmern unterschieden, sondern als „schädliches Glücksspiel“ eingeordnet und  unterschiedslos bekämpft, so der AVS-Vorstand.

Christian Antz: „Die im AVS zusammengeschlossenen Unternehmer distanzieren sich von illegalen Glücksspielbetreibern"

Christian Antz, Vorsitzender des AVS, betont daher ausdrücklich: „Die saarländischen Spielhallenunternehmer bieten gewerbliche Geldspielgeräte, die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Berlin zugelassen sind, in von den staatlichen Behörden erlaubten Spielhallen sowie in Gaststätten an und halten sich strikt an alle gesetzlichen Vorgaben. Spieler- und Jugendschutz werden von den extra geschulten Mitarbeitern konsequent eingehalten. Die im AVS zusammengeschlossenen Unternehmer distanzieren sich von illegalen Glücksspielbetreibern und begrüßen nachdrücklich das konsequente Vorgehen von Polizei und Steuerfahndung gegen illegale Spielangebote und -lokalitäten. Wir werden auch weiterhin Polizei und Ordnungsbehörden über uns bekannt gewordenen illegale Glücksspiellokalitäten informieren.“