Mehr als 5 000 Unterstützer – Petition für faires Landesglücksspielgesetz in Baden-Württemberg findet großen Zuspruch

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker hält es für absurd, Spielhallen im digitalen Zeitalter mit dem Zollstock zu regulieren.

Dirk Fischer, Vorstandsmitglied des Automaten-Verbandes Baden-Württemberg, weist darauf hin, dass durch willkürliche Mindestabstände bis zu 80 Prozent der Standorte und 8 000 Arbeitsplätze in Gefahr sind.

Die am 16. Februar 2021 von der Automatenbranche gestartete Petition findet bereits mehr als 5 000 Unterstützerinnen und Unterstützer großen Zuspruch.

Mit der an den Baden-Württembergischen Landtag gerichteten Petition fordert die Automatenbranche ein faires Landesglücksspielgesetz. Gleichzeitig wendet sie sich gegen die drohenden massenhaften Schließungen staatlich konzessionierter Spielhallen in Baden-Württemberg zum 30. Juni 2021 und fordert, auch mit Blick auf die Legalisierung bisher illegaler Online-Glücksspielangebote, eine Spielhallen-Regulierung nach qualitativen statt quantitativen Kriterien.

Bis zu 80 Prozent der Standorte und 8 000 Arbeitsplätze bedroht

Hintergrund der Petition: Ab dem 30. Juni 2021 müssen staatlich konzessionierte Spielhallen in Baden-Württemberg einen 500 Meter-Luftlinienabstand untereinander sowie zu Kinder- und Jugendeinrichtungen einhalten. Das bedroht bis zu 80 Prozent der Standorte und bis zu 8 000 der rund 10 000 Arbeitsplätze, warnt die Automatenbranche.

Moderne Regulierung gefordert

Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) sagte: „Es ist absurd, im digitalen Zeitalter Spielhallen mit dem Zollstock zu regulieren, denn das Spiel im Internet hat den Glücksspielmarkt längst grundlegend verändert. Statt einer antiquierten Regulierung, die unternehmerische Existenzen und tausende Arbeitsplätze vernichtet, brauchen wir eine moderne Regulierung. Eine Regulierung, die die auf qualitative Kriterien setzt und so den Jugend- und Spielerschutz tatsächlich stärkt.“

Dirk Fischer, Vorstandsmitglied des Automaten-Verbandes Baden-Württemberg, fordert: „Der 30. Juni darf nicht zur Guillotine des legalen Spielangebots in Baden-Württemberg werden. Unsere Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen eine sichere Zukunft.“

Willkürliche Mindestabstände

Fischer sagt weiter: „Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum wegen willkürlicher Mindestabstände ordentliche, familiengeführte Betriebe zur Schließung gezwungen und tausende Menschen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, während demnächst jeder legal auf dem Smartphone spielen kann. Im Bus, zu Hause auf dem Sofa oder auf dem Schulhof. Die große Unterstützung unserer Petition in Baden-Württemberg und darüber hinaus zeigt mir, dass das auch tausenden anderen Menschen unbegreiflich ist.“

Hier gelangen Sie zur Petition.