NAV-Mitglieder warten auf wichtige politische Entscheidungen

Der alte und neue NAV-Vorstand mit Verstärkung aus der Geschäftsstelle (v.l.): Martin Reuvers, Justiziar Prof. Dr. Florian Heinze, Jasmine Rohde, Detlev Graß, Laura Wilms und Torsten Laue. Es fehlt: Reinhard Kirchner.

Der Nordwestdeutsche Automatenverband (NAV) hatte auf der Jahreshauptversammlung am 6. Juni in Bremen einen bunten Themenstrauß für die rund 90 Mitglieder und Gäste zusammengestellt.

„In Bremen ist noch kein Ablehnungsbescheid verschickt. Erst in 14 Tagen sollen die ersten rausgehen“, sagte der Vorsitzende Detlev Graß.

Je nach Bescheid stehe dann der Verbandsjustiziar Prof. Dr. Florian Heinze zur Verfügung, um eventuelle juristische Schritte einzuleiten.

Doch im NAV sind nicht nur Bremer, sondern auch niedersächsische Automatenunternehmer organisiert, sodass stets die Rechtslage beider Bundesländer thematisiert wird. Ob eine Verbesserung der desaströsen Gesetzeslage in Niedersachsen eintritt und wie diese im Einzelnen ausgestaltet wird, werden die kommenden politischen Debatten ergeben.

Unabhängig davon an welchen Stellrädchen noch gedreht wird, hebt der Vorsitzende hervor: „Qualität muss unser Stichwort sein, wenn wir in Zukunft bestehen wollen.“

Dabei nennt er neben der Zertfizierung auch Zugangskontrollen.

Rechtlicher Status quo und TR 5

Des Weiteren zeigte der Verbandsjustiziar Prof. Dr. Florian Heinze in einem seiner unnachahmlichen Gewaltritten durch das Dickicht der aktuellen Rechtslage auf, was künftig auf juristischer Ebene zu beachten sei. Dabei schlug er einen Bogen vom Bremischen Spielhallengesetz, über Gebühren von glücksspielrechtlichen Erlaubnissen in Niedersachsen, bis hin zum Losverfahren und den Weiterbetrieb von mehrfachkonzessionierten Spielhallen. Vieles sei aber noch im Unklaren, da die Landesregierung in Hannover in naher Zukunft erst noch glücksspielpolitische Entscheidungen treffen muss.

Zudem beleuchtete Prof. Heinze die Auswirkungen der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung auf Automatenunternehmen.

Von den Mitglieder mit Spannung erwartet, stellten sich Vertreter der Unternehmen adp Gauselmann, Bally Wulff und Löwen Entertainment zur Diskussion „TR 5.0 – Industrievertreter und Automatenunternehmer im Gespräch“. Der Vorsitzende Detlev Graß sparte nicht mit offenen Worten und machte deutlich, was vielen Unternehmern in der jüngsten Vergangenheit missfiel: Der im Zusammenhang mit der Einführung von TR 5-Geldspielgeräten vorgetragene Zwist unter den Herstellern.

Die Mitglieder des Nordwestdeutschen Automatenverbandes (NAV) müssen einverstanden mit der Arbeit ihres Vorstandes sein. Mit sehr großer Mehrheit wurden Detlev Graß als Vorsitzender und Martin Reuvers als sein Stellvertreter sowie Torsten Laue und Reinhard Kirchner (in Abwesenheit) als weitere Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der AutomatenMarkt-Juli-Ausgabe.