Parlamentarischer Abend in Düsseldorf – ermutigende Signale!

Von links: DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker, Staatssekretär Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei des Landes NRW, und DAV-Vorstandsmitglied Horst Hartmann.

Kürzlich luden der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und der Deutsche Automaten-Verband (DAV) zum Parlamentarischen Abend nach Düsseldorf. DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und DAV-Vorstand Horst Hartmann begrüßten die über 150 Gäste aus Politik, Verwaltung, Unternehmensverbänden, Suchthilfe und Automatenwirtschaft im Düsseldorfer Rheinturm.

In seinem Grußwort reflektierte Nathanael Liminski, Staatsekretär und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, die aktuelle Diskussion um den Glücksspielstaatsvertrag. "Die Glücksspielregulierung braucht ein Update“, so Liminski über den Handlungsbedarf. Mit Blick auf die Regulierung im Onlinebereich stellte er fest: „Hier liegen nun konkrete Optionen – vom Verbot bis hin zur völligen Liberalisierung – klar auf dem Tisch. Das ist ein Fortschritt auf dem Weg zu einer Einigung in der Sache!“

Chef der Staatskanzlei: "Die Regeln für das gewerbliche Automatenspiel in den Blick nehmen"

Für das Land Nordrhein-Westfalen formulierte er den Anspruch an den laufenden Verhandlungsprozess der Länder: „Unser Ziel ist eine kohärente Gesamtregulierung aller Glücksspielformen". Liminski weiter: „Wenn wir Akzeptanz für eine Regulierung erreichen möchten, dann müssen für alle Formen die gleichen Regeln gelten. Man muss dafür auch noch einmal die Regeln für das gewerbliche Automatenspiel in den Blick nehmen.“

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker kommentierte in seiner Begrüßungsrede ebenso die aktuelle Regulierung: „Die Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nach quantitativen Kriterien, nach Abstand und Größe, mag zwar durch höchste Gerichte bestätigt worden sein. Im Ergebnis aber hat sie illegale Marktteilnehmer in den Städten und im Netz gestärkt und das legale Angebot stark geschwächt.“ Eine solche Regulierung verfehle ihr wichtigstes Ziel, nämlich den Spieltrieb der Menschen in geordnete Bahnen zu lenken. Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag für die Zeit nach 2021 sei jedoch eine Chance, den sorgebereitenden Entwicklungen entgegenzuwirken, betonte Georg Stecker.

Georg Stecker: "Wir brauchen ein ausreichend legales Angebot"

Die Forderung des DAW-Vorstandssprechers: „Wir brauchen eine kohärente Regulierung aller Spielformen nach Qualitätsmaßstäben!“ Entscheidend sei, dass eben auch das gewerbliche Automatenspiel neu mitreguliert werde. Stecker weiter: „Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag muss das legale Spiel nachhaltig stärken! Es muss endlich Schluss sein mit der Knebelung der legalen Anbieter. Wir brauchen für den Spielgast attraktive Automaten und ein ausreichendes legales Angebot!“ 

DAV-Vorstand Horst Hartmann stellte auch aus Sicht des DAV klar: „Die Digitalisierung verändert die Welt, auch die Welt des Glücksspiels. Dem müssen wir uns anpassen. Dabei kommt dem Spieler- und Jugendschutz eine überragende Bedeutung zu. Wir müssen ein Abwandern in illegale Spielangebote durch ein qualitativ hochwertiges Angebot verhindern. Dazu bedarf es einer Regulierung, die alle Angebotsformen gleichermaßen erfasst.“

Hartmann wies darauf hin, dass der DAV mit dem Parlamentarischen Abend bereits vor 25 Jahren erstmals im Düsseldorfer Rheinturm war und der Dialog zwischen Branche und Politik eine gute Tradition geworden ist.

Vier Tischkicker für einen sozialen Zweck

Neben dem Glücksspielstaatsvertrag standen die Herausforderungen bei der Umsetzung des Landesglückspielgesetzes und die Qualitätsinitiative 2020 in Düsseldorf im Fokus vieler Gespräche. Für Unterhaltung der Gäste sorgte der Beachvolleyball-Olympiasieger und Weltmeister Jonas Reckermann im Talk mit Wolfgang Pütz (Vorstandsmitglied DAV). Im Anschluss signierte Reckermann für die Gäste noch kleine Beachvolleybälle und nutzte auch die Gelegenheit, sein Können am Kickertisch unter Beweis zu stellen.

Im traditionellen Tischkicker-Turnier (16 Mannschaften) des Abends konnten die Gäste wieder vier Tischkicker für einen sozialen Zweck gewinnen.