Politik muss in einer veränderten Welt Position beziehen

„Es ist höchste Zeit, sich den Realitäten zu stellen: Wenn der Online-Glückspielmarkt nicht reguliert wird, spielt er sich in der Illegalität ab.“ Mit diesen Worten meldete sich am Mittwoch Hans-Jörn Arp, Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, erneut zu Wort.

In Zeiten des World Wide Webs und der Globalisierung würden die Glückspielanbieter nicht vor den Toren der Bundesrepublik halt machen, so Arp weiter. Die bisherigen Regelungen zu Sportwetten seien realitätsfern und stammten aus einer Zeit, als es noch keine Smartphones und keine Apps gab.

Deshalb sei der dritte Glücksspieländerungsstaatsvertrag, der die Experimentierklausel für Sportwetten bis zum 30. Juni 2021 verlängert, folgerichtig.

Langfristiges Ziel ab 2021 müsse es dann sein, das Online-Glückspiel – wie es beispielsweise in Dänemark schon längst praktiziert wird – durch entsprechende Lizenzen zu regulieren, um damit den Verbraucher gegen finanziellen Missbrauch und vor Suchtgefahren zu schützen sowie dessen Ausweichen auf den Schwarzmarkt zu verhindern.“