Praktische Tipps zur Kostenreduzierung am Point of Play

Blick in eine moderne Spielhalle im oberpfälzischen Amberg: Bis zu 30 Prozent Einsparpotenzial.

Im aktuellen Forum-Newsletter gibt der Verband "fünf Tipps zur Kosteneinsparung in der Spielhalle". 

Das Forum der Automatenunternehmer betont: "Schon durch kleine Änderungen und Maßnahmen lassen sich Kosteneinsparungen in der Spielhalle erreichen. Als Unternehmer können Sie zum Beispiel durch den intelligenten Einsatz von neuen Technologien und effizientem Management bis zu 30 Prozent an Kosten einsparen. Wir geben Ihnen fünf praktische Tipps, die Ihnen dabei helfen, potentielle Einsparmöglichkeiten in Ihrem Betrieb zu erkennen."

Hier die fünf Forum-Tipps auf einen Blick – leicht gekürzt: 

1. Optimieren Sie Ihren Energieverbrauch

Da mit jedem Grad plus im Raum der Energieverbrauch um rund sechs Prozent steigt, bieten vor allem Heizungen und Klimaanlagen großes Einsparpotenzial. Achten Sie beispielsweise darauf, dass die Raumtemperatur in Ihren Spielhallen und Büroräumen nicht mehr als 20 bis 22 Grad Celsius beträgt. Kippen Sie Fenster nicht dauerhaft, sondern öffnen Sie diese lieber mehrmals am Tag für etwa fünf Minuten.  

Elektrische Geräte verbrauchen auch im Standby-Modus Energie. Senken Sie Ihre Stromkosten, indem Sie nicht benötigte "Energiefresser" wie Drucker, Scanner und PC's möglichst an eine Steckleiste mit Kippschalter oder Zeitschaltuhr anschließen. Das gilt insbesondere dann, wenn Ihre Objekte geschlossen sind. Schalten Sie das Licht aus, wenn Räume nicht benutzt werden oder das Tageslicht ausreicht. Nutzen Sie zudem den Vorteil von energiesparenden LED-Leuchtmitteln. Auch wenn der Anschaffungspreis höher ist, die Investitionskosten zahlen sich auf lange Sicht aus.

Durch weitere Effizienz-Maßnahmen bei der Beleuchtung, wie den Einbau von Bewegungsmeldern in wenig frequentierten Räumen, lassen sich die Energiekosten zusätzlich immer weiter senken. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, die Preise und Tarife alternativer Energielieferanten zu vergleichen. 

2. Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz
 
Von der Gebäude- über die Betriebshaftpflicht- bis hin zu Versicherungen für Geldwechsler, Spielautomaten, Elektronik und Glasbruch – für Spielhallen gibt es eine Fülle an verschiedenen Policen. Da den Überblick zu behalten, ist nicht leicht. Machen Sie sich daher bewusst, welche Risiken Sie tatsächlich versichern müssen und welche Versicherungen überflüssig sind. Lassen Sie unter Umständen einen Versicherungscheck durch einen neutralen Berater vornehmen. Dieser kennt sich im Versicherungsdschungel aus, kann Ihnen potentielle Einsparmöglichkeiten aufzeigen und achtet darauf, dass alle wichtigen Risiken versichert bleiben.   

3. Sparen Sie im Einkauf 

„Der Gewinn liegt im Einkauf“ und „Kleinvieh macht auch Mist“ lauten zwei alte Kaufmannsweisheiten. Beherzigen Sie diese! Zwar mag ein einzelner Kugelschreiber nicht ins Gewicht fallen, doch stellen in der Summe die kleinen Dinge einen nicht unerheblichen Posten in Ihren Betriebskosten dar. Daher sollten Sie auch immer auf diese kleinen Kostenpunkte achten. Versuchen Sie daher grundsätzlich Bestellungen zu bündeln, um unnötige Kosten zu sparen, die mit Kleinstbestellungen einhergehen und sich rasch summieren. Viele Anbieter gewähren, besonders bei Büromaterialien, schon von sich aus attraktive Rabatte auf größere Mengen.  

Auch sollten Sie, selbst wenn es sich letztlich nur um ein paar Euro handelt, keinesfalls darauf verzichten, die Preise und Konditionen von Lieferanten noch ein wenig zu Ihren Gunsten zu verändern. Verhandlungen sind im Geschäftsleben und vor allem im Kontakt zwischen Lieferanten und Einkäufern schließlich normal und üblich

4. Denken Sie über einen Business-Mietwagen nach

Obwohl die Vorteile eines Firmenwagens oder Fuhrparks auf der Hand liegen, lohnt es sich als Unternehmer zu fragen, ob ein eigenes Fahrzeug für den laufenden Betrieb grundsätzlich notwendig ist. Denn häufig stehen der Anschaffungspreis und die laufenden Kosten für Versicherungen, Steuern, Reparaturen und Wartungen in keinem gesunden Verhältnis zu den Vorzügen eines Dienstwagens. Unter Umständen stellt ein Mietwagen die bessere und kostengünstigere Alternative dar.

So können vor allem Unternehmen mit geringem bis mittlerem Mobilitätsbedarf mit einem Business-Mietwagen ihre Ausgaben im Vergleich zum Dienstwagen deutlich senken. Selbst, wenn Firmen auf die Nutzung unterschiedlicher Fahrzeugtypen angewiesen sind, kann ein Vermieter eine gute Wahl sein, wenn dieser eine umfangreiche Fahrzeugflotte bereithält. 

Analysieren Sie daher den Mobilitätsbedarf Ihres Unternehmens kritisch. Berechnen Sie mithilfe eines Autokostenrechners, wie häufig Sie den/die Firmenwagen pro Monat nutzen und wie viele Kilometer Sie im Schnitt zurücklegen. Machen Sie sich überdies klar, was Sie vom Vermieter in puncto Verfügbarkeit, Mietstationennetz und Service erwarten. Danach können Sie Ihren Bedarf mit den Konditionen und Leistungen einer zuverlässigen Autovermietung in Ihrer Nähe vergleichen. Ein Steuerberater kann bei diesem Vergleich nützliche Hilfe leisten.

5. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zum Kostensparen

Allein durch energieeffizientes Nutzerverhalten lassen sich auch ohne Investitionen deutliche Einsparungen erzielen. Es lohnt sich vor diesem Hintergrund Ihre Mitarbeiter in den Prozess einzubinden und deren Kostenbewusstsein zu schärfen. Denn je mehr Angestellte sich mit Ihren Sparzielen identifizieren und einbringen, desto effektiver lassen sich Ausgaben reduzieren. So können Sie Ihre Belegschaft beispielsweise kontinuierlich mithilfe von Schulungen, Vorträgen oder Rundmails über Energiesparmaßnahmen aufklären und dazu motivieren, sich aktiv und kreativ bei der Kostenoptimierung zu beteiligen. Seien Sie dabei auch offen für Ideen und Vorschläge Ihrer Mitarbeiter, denn niemand kennt die Arbeitsabläufe im Unternehmen so gut wie diese.

Natürlich wirken auch Belohnungen motivierend. Beteiligen Sie deshalb Ihre Mitarbeiter ruhig an den Einsparerfolgen, zum Beispiel indem Sie einen Teil des Gewinns ausschütten oder in anderer Form (Betriebsfeier, Ausflüge, et cetera) zurückfließen lassen. Hilfreich kann es auch sein, einen Mitarbeiter als Verantwortlichen zu ernennen, der sich um die Energie- und Kostenoptimierung in Ihrem Unternehmen kümmert, seine Kollegen diesbezüglich schult und als interner Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Ach ja, gehen Sie als Vorgesetzter immer auch mit gutem Beispiel voran und leben Sie den effizienten Umgang mit den Ressourcen im Arbeitsalltag vor.