Premiere im Radikal Darts: 1. Deutsche Meisterschaft in Erfurt – Mimi und Mumbi holen Damen- und Herren-Titel

Mike Windgassen beglückwünscht die Deutsche Meisterin Nancy Vanessa „Mimi“ Braun aus Kassel und den Deutschen Meister Murat „Mumbi“ Weber aus Westerburg.

Allerhöchste Konzentration in den oft packenden Duellen. Eine Laserlinie sorgt für die Einhaltung des Abstandes von exakt 2,37 Meter von dem „Oche“ zur Wurfscheibe.

Top-Unterstützer der 1. Deutschen Meisterschaft: Automatenunternehmer Pierre Zerfaß (Mitte), hier bei einem spontanen Gruppenfoto mit Erfurter Dartfreunden.

Fabelhafte Stimmung beim DC Harlekin Oranienburg.

Bastian Ubben (links), selbst dartbgeistert, ist einer der Hauptsponsoren der RDSV-Wettbewerbe und schaltet Werbung auf den Geräten. Mike Windgassen dankt.

Ein „Meisterjäger“ wartet auf seinen nächsten Einsatz.

Durchsagen wie „An Board 21 wird Silberprinz erwartet“, „La Bomba bitte an Board 30“ oder „Letzter Aufruf für Jurassic“, dazu heiße Pop-Rhythmen in guter Lautstärke, super Party-Stimmung und heiße Duelle an den Dartautomaten: die ersten Deutschen Meisterschaften des Radikal Darts Sport Vereins (RDSV) vom 23. bis 25. September in Erfurt machen Lust auf mehr. Rund 400 Aktive ermittelten die Besten in diversen Wettbewerben. Insgesamt gab es 730 Meldungen. 

Vorneweg: Das System Radikal Darts ermöglicht zu jeder Zeit und jede Stunde interaktive Live-Spiele und Online-Wettbewerbe, und das weltweit. Es gibt bereits über 100 000 registrierte Radikal Darts-Spieler in Deutschland, wobei 4 000 regelmäßig spielen. 1 200 Automaten gibt es im hiesigen Markt, am besten laufen sie aktuell in Ländern wie Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin.

Mimi und Mumbi erringen die Meistertitel

Fragen wir doch die Deutschen Meister, wie sie Radikal Darts erleben. Die frisch gekürte Deutsche Meisterin Nancy Vanessa „Mimi“ Braun ist Wirtin des beliebten Matrixx Dart & Bierlokals im hessischen Kassel. Sie sagt: „Das Spiel am Radikal Darts ist super abwechslungsreich. Ich kann jeden Tag ein Turnier spielen und mir Gewinne auszahlen lassen. Und die Community ist einfach vom feinsten.“

Murat „Mumbi“ Weber aus Westerburg/Rheinland-Pfalz, von Beruf Polizeibeamter (Er lacht: „Am Montag muss ich meine Dart-Frisur wieder entschärfen!“) liebt am Radikal Darts „die permanente statistische Auswertung“. So sei man ständig im Bilde über seine spielerischen Fortschritte. Das sporne an. An der 1. Deutschen RDSV-Meisterschaft sei toll, dass man viele Gegner endlich einmal live treffen könne.

Wichtig für die Spieler: Ein einmaliges Schiedsrichtersystem ermöglicht jederzeit den Abruf von Spielverläufen und so glasklare Entscheidungen. Außerdem verfügt das System über eine Gesichtserkennung. So ist es beispielsweise nicht möglich, einen starken Ersatzspieler für sich antreten zu lassen. Alle Spiele werden auch aufgezeichnet, und das System kann die Spielstärke messen.

Neustart mit dem Radikal Darts Sport Verein

Dabei hat Radikal Darts in Deutschland eine wechselhafte Geschichte seit 2009 hinter sich. Ein früherer Manager hatte, freundlich formuliert, am Ende etwas den Überblick verloren. Was wichtige Sponsoren und Förderer wie Schneider Automaten von der Fahne gehen ließ. Die gute Nachricht: Davon beginnt man sich langsam wieder zu erholen!

Mike Windgassen – kreativer Motor, Marketingspezialist, Teamplayer, Moderator und Gastronomie-Berater aus Essen – hatte Ende 2020 die RDTO (www.rdto.de) übernommen und das ganze Unternehmen neu aufgesetzt, inklusive der Gründung des Radikal Darts Sport Vereins (www.rdsvev.org). „Dieser Neuanfang war nötig. Corona hatte uns zunächst leider etwas ausgebremst, aber jetzt starten wir so richtig durch.“ Dabei verkauft Mike Windgassen auch Werbung auf den Geräte-Displays, was den RDSV nachhaltig stärken soll.

Dank an die Sponsoren und Unterstützer

Dankbar ist Mike Windgassen für Sponsoren und Unterstützer wie Bastian Ubben, Geschäftsführer der knapp 1 000 Mitarbeiter starken Nestor Bildungsinstitut GmbH, der bei den 1. Deutschen Meisterschaften übrigens auch persönlich zugegen war. Das Turnier praktisch möglich gemacht haben die Berlinerin Sylvia Rybacki, die 20 Automaten „mitbrachte“, und der Erfurter Pierre Zerfaß, der 14 Automaten zur Verfügung stellte. Torsten Bächer, Aufsteller aus Ilmenau, sorgte für einen Geldwechsler vor Ort, und Alexander Hub stiftete seinen Coolzone-Kühlanhänger für das Turnier. „Herzlichen Dank im Namen aller Spielerinnen und Spieler“, so Windgassen, der selbst auch als persönlicher Sponsor aufgetreten ist.

Wermutstropfen bei der DM-Premiere: Durch eine alle 24 Stunden geänderte IP-Adresse der Thüringenhalle kam es zu ärgerlichen, letztlich unnötigen Server-Abstürzen. „Wir werden bereits für das nächste Turnier in ein autarkes System investieren, das uns unabhängig macht“, verspricht der Veranstalter. Die abschließenden Platzierungen in den diversen Wettbewerben sind übrigens auf www.rdsvev.org zu finden. 

Rasch noch ein paar Stimmen aus der Radikal Darts-Community. Achim Millen vom DC Old Pub ist mit Freunden und dem Wirt Thomas Mattes aus dem fernen Trier angereist. „Im Old Pub trainieren und spielen wir an vier Radikal Darts-Geräten. Jeden Tag Online-Turniere spielen zu können, das macht für uns den Reiz aus“, so der sympathische Darter.

Ein fantastischer Sport – weltweit verbunden

Steel Dart, Löwen Darts oder Radikal Darts: Karsten Balz von den Berlin Bulldogs tummelt sich seit 30 Jahren in der Dartsszene. „Mit Kamera gegen Leute auf der ganzen Welt darten zu können, das ist fantastischer Sport.“

Christoph „Hoppe“ Höppner vom DC Triple Hunters Gotha steht gerade am Turnierbaum-Terminal, um seinen nächsten Gegner zu „erspähen“. Er dankt für die gute Organisation. Unterbrechungen durch Server-Abstürze hätten ihn aber etwas aus dem Tritt gebracht.

Jenny „Tiffy“ Lademann, Marcel Kolmetz und seine Frau Janine Kolmetz vom 65 Mitglieder starken DC Harlekin Oranienburg fühlen sich „im schönen Erfurt superwohl“.  Sie sind mit ihren Dartsfreunden zufällig in der Hotelpension Hochheimer Schlösschen untergekommen, die – so klein ist die Welt – ein gewisser Olaf Kalkkuhl betreibt. Kalkkuhl hatte als Automatenunternehmer in den Neunzigerjahren viel für den Dartssport getan und die mit 400 Mitgliedern immer noch starke Erfurter Dartliga ins Leben gerufen.