Vertreter aus Politik und Wirtschaft informieren sich über das Umweltmanagement bei der Gauselmann Gruppe

Oben: Unternehmer Paul Gauselmann mit Heinrich Vieker, Bürgermeister Espelkamp, Hans-Martin Grube, Werksleiter Lübbecke adp Gauselmann GmbH, Jürgen Wesemann, Umweltmanagementbeauftragter adp Gauselmann GmbH, Frank Haberbosch, Bürgermeister Lübbecke, und IHK-Vollversammlungsmitglied Eckhard Rüter, Rüter EPV-Systeme GmbH aus Minden, vor dem Gauselmann-Elektroauto (v.l.). Unten: Die Gäste der 19. IHK-Bereisung informieren sich zum Thema Umweltmanagement bei der Gauselmann Gruppe.

Die 19. Herbstbereisung der IHK Zweigstelle Minden startete in diesem Jahr mit einem Vortrag bei der ostwestfälischen Gauselmann Gruppe zum Thema „Pro Umwelt – Pro Klima!“. Rund 20 Vertreter aus Politik und Wirtschaft aus dem Kreisgebiet, darunter auch die Bürgermeister der Städte Espelkamp und Lübbecke, Heinrich Vieker und Frank Haberbosch, waren der Einladung von Karl-Ernst Hunting, Geschäftsführer der IHK Ostwestfalen und Leiter der IHK-Zweigstelle Minden, gefolgt. Die Bereisung mit weiteren Stationen in Bad Oeynhausen und Minden stand unter dem Tagesmotto „Positiv!“.

Unternehmer Paul Gauselmann begrüßte die Gäste der IHK persönlich und führte kurz aus, warum Natur- und Umweltschutz Themen sind, die ihm persönlich am Herzen liegen. So initiierte er erst kürzlich aus Anlass seines 85. Geburtstags eine Baumpflanzaktion mit 85 000 Bäumen, die weltweit gepflanzt werden sollen.

„Um einen wirkungsvollen Anreiz für einen positiven Klimawandel zu leisten und da ich privat in einem kleinen grünen Paradies wohnen darf, mit vielen Bäumen und Tieren, möchte ich auch anderswo die Welt ein Stück grüner machen, denn CO² und Klimaschutz kennen keine Grenzen, weder geographisch noch politisch“, so Paul Gauselmann.

Nach einer Unternehmensvorstellung durch Hans-Martin Grube, Werksleiter und Geschäftsführer bei der adp Gauselmann GmbH, präsentierte Jürgen Wesemann als Umweltschutzbeauftragter die fortschrittlichen Maßnahmen im adp Werk in Lübbecke sowie der Gauselmann Gruppe im Detail.

Schonung von Ressourcen und Optimierung organisatorischer und technischer Prozesse

„Als Wirtschaftsunternehmen sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Daher ist der Schutz von Natur und Umwelt zu einem festen Bestandteil des betrieblichen Alltags geworden. Wir setzen dabei auf die Schonung von Ressourcen und optimieren dahingehend laufend alle organisatorischen und technischen Prozesse“, so Hans-Martin Grube im Gespräch mit den Gästen der IHK.

Durch den Einsatz umweltschonender LED-Technik in den Spielgeräten oder die Wiederaufbereitung von alten Miet- und Leasinggeräten reduziere das Unternehmen sowohl den Stromverbrauch der Geräte als auch den Rohstoffverbrauch bei der Produktion von Neugeräten. Durch die gründliche Reinigung der Altgerätebauteile mit Trockeneis werden laut Unternehmensangaben in rund 50 Prozent der neu produzierten Geräte aufbereitete Komponenten eingesetzt. Durch diesen Prozess würden höchste Qualität und umweltschonende Ressourcennutzung Hand in Hand gehen.

Blockheizkraftwerke, Windrad, Photovoltaikanlagen

Darüber hinaus setzt die Gauselmann Gruppe auf den Betrieb von eigenen Blockheizkraftwerken. An den Standorten Espelkamp und Lübbecke betreibt das Unternehmen gleich drei dieser innovativen Anlagen und auch im Schloss Benkhausen ist ein weiteres Blockheizkraftwerk installiert.

Bereits im Jahr 1999 errichtete die Gauselmann Gruppe am Lübbecker Werk ein Windrad. Der Ertrag der Anlage liegt bei 650 000 kWh pro Jahr. Aber auch Sonnenenergie wird zur Stromerzeugung genutzt. Mit den beiden Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Produktionswerks und auf dem Logistikzentrum werden weitere CO²-Einsparungen erreicht, da keine Emissionen zur Energieerzeugung mehr anfallen. Mit Hilfe der Photovoltaikanlagen werden allein in Lübbecke 420 000 kwh pro Jahr erzeugt. Darüber hinaus sind auch viele der eigenen Spielstätten mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Elektro- und Hybridfahrzeuge

Um den CO²-Ausstoß der Dienstwagenflotte zu reduzieren, sind bereits seit 2013 testweise Elektro- und Hybridfahrzeuge im Einsatz. Zudem wird die gesamte Dienstwagenflotte alle zwei Jahre ausgetauscht, um die aktuellen Grenzwerte einzuhalten.

„So ist der Schutz der Umwelt kein bloßer Vorsatz, sondern fester Bestandteil des betrieblichen Alltags innerhalb der Gauselmann Gruppe. Aspekte, die einen direkten oder indirekten Einfluss auf die Umwelt haben, werden genauestens analysiert und bilden die Grundlage dafür, den Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern“, heißt es in der Pressemitteilung.

Unter dem Motto “Einsparpotentiale erkennen, Ressourcen schonen, Emissionen verringern“ werde die Reduzierung des Energieverbrauchs in allen Unternehmensbereichen angestrebt.