23.09.2026

BA startet große Mitglieder-Umfrage: Sind Sie von der Kündigung von Geschäftskonten betroffen?

Blick auf die Bankenmetropole Frankfurt am Main. Diskriminierende Handlungen einiger Banken gegenüber Branchenunternehmen sorgen seit Jahren für Unruhe und Unverständnis.

BA-Geschäftsführerin Simone Storch wendet sich in einem BAdirekt-Rundschreiben mit einem wichtigen Thema direkt an die Mitglieder.

Sie schreibt: “Unsere Vorstände der BA-Landes- und Fachverbände werden zunehmend auf ein Problem aufmerksam gemacht, das viele Mitgliedsunternehmen unmittelbar betrifft: Banken kündigen Geschäftsbeziehungen, lehnen die Eröffnung neuer Konten ab oder verweigern Kredite und Leasingverträge – häufig ohne nachvollziehbare wirtschaftliche Begründung. Stattdessen werden pauschal ,Compliance-Vorgaben’, ,interne Richtlinien' oder der Ausschluss der Finanzierung von Glücksspielangeboten genannt.”

Erhebliche Folgen für betroffene Unternehmen

Weiter heißt es: “Unter anderem hat uns der Hessische Münzautomaten-Verband e. V. entsprechende Fälle aus seinem Mitgliederkreis geschildert. Auch der DAV hat diese Problematik bereits aufgegriffen. Für betroffene Unternehmen können die Folgen erheblich sein: Der Zahlungsverkehr gerät ins Stocken, die Suche nach einem neuen Kreditinstitut dauert mitunter Monate und notwendige Investitionen können trotz guter Bonität nicht finanziert werden.”

Ziel: Gesetzlich verankertes Recht auf ein Basiskonto

Simone Storch betont: “Sie wissen alle, ein Geschäftskonto ist für jedes legale Unternehmen, die unverzichtbare Grundlage des täglichen Geschäftsbetriebs. Deshalb setzen wir uns dafür ein, ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Basiskonto für Unternehmerinnen und Unternehmer zu schaffen – unabhängig von Branche, Unternehmensgröße oder wirtschaftlicher Situation. Um dieses Anliegen gegenüber Politik und Regulierungsbehörden mit belastbaren Zahlen untermauern zu können, haben wir eine anonyme Mitgliederbefragung eingerichtet. Damit wollen wir erstmals systematisch erfassen, in welchem Umfang unsere Branche von Einschränkungen beim Zugang zu Bank- und Finanzdienstleistungen betroffen ist.”

Der dringende Appell: “Bitte unterstützen Sie uns und nehmen Sie sich wenige Minuten Zeit, um die Online-Befragung zu beantworten.”

Hier der Link für die BA-Mitgliedsunternehmen. 

Zum Ende des Rundschreibens noch diese Informationen: 

"Wichtig: Berücksichtigen Sie dabei bitte nur Fälle, bei denen die Kündigung oder Ablehnung nach Ihrem Eindruck nicht auf der individuellen wirtschaftlichen Lage oder Bonität Ihres Unternehmens beruhte – etwa wenn keine negativen Schufa- oder Auskunfteieinträge, Zahlungsrückstände oder wirtschaftlichen Schwierigkeiten vorlagen, die Bank jedoch branchen-, tätigkeits- oder compliancebezogene Gründe genannt hat oder keine unternehmensspezifische Begründung erkennbar war.

Ihre Angaben sind selbstverständlich anonym und lassen keine Rückschlüsse auf Ihr Unternehmen zu. Die Ergebnisse werden ausschließlich verbandsintern ausgewertet und in aggregierter Form für unsere politische Interessenvertretung verwendet.

Jede Antwort zählt – auch wenn Sie bislang keine Probleme hatten. Wenn Sie betroffen sind, ist Ihre Teilnahme besonders wichtig. Nur mit belastbaren Zahlen können wir zeigen, ob und in welchem Umfang ein branchenweites Problem besteht und unsere Forderung nach einem gesetzlichen Recht auf ein Basiskonto wirkungsvoll vertreten. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung."