12.06.2026

Wichtige aktuelle Themen, neue Internetseite und volles Haus bei der BA-Jahreshauptversammlung

Dr. Florian Spohr vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Stuttgart.

Die BA-Jahreshauptversammlung fand am 9. und 10. Juni in Berlin statt.

Zwei Tage – am Dienstag und Mittwoch, 9. und 10. Juni, hatte der Bundesverband Automatenunternehmen (BA) nach Berlin in das Eurostars Hotel zur Jahreshauptversammlung eingeladen. Das Interesse an den wichtigen Themen auf der 18 Punkte starken Tagesordnung war so groß, dass für den öffentlichen Teil der Sitzung noch zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen werden mussten.

Verband zeigt Geschlossenheit

BA-Präsident Thomas Breitkopf begrüßte die Mitglieder und Gäste am zweiten Tag der Jahreshauptversammlung und BA-Geschäftsführerin Simone Storch fasste zu Beginn zusammen, welche Themen am Vortag intern behandelt wurden. Zwar sei die Versammlung eine „emotionale Achterbahnfahrt“ gewesen, wie BA-Präsident Thomas Breitkopf berichtet, aber nicht nur bei den Formalien – einem einstimmig entlasteten Vorstand und einem einstimmig beschlossenen Haushalt – zeigt der Verband Geschlossenheit. Geschlossenheit, die sich auch nach außen präsentiert, da rechtzeitig zur Jahreshauptversammlung der neue Internetauftritt des BA fertiggestellt und live geschaltet wurde. An weiteren digitalen Innovationen – wie der Ermöglichung einer hybriden Teilnahme an BA-Sitzungen – wird ebenfalls gearbeitet.

Gestiegene Relevanz nicht-verbandlich organisierter Akteure

Auch der wissenschaftliche Forschungsstand wurde thematisiert – so gab Prof. Jens Junge im internen Teil einen Zwischenbericht zu seiner aktuellen Studie „Illegales Spiel – Motive der Spielenden: Spezifische Untersuchungen zum Spielverhalten an illegalen Glücksspielautomaten“.

Als Gastreferent sprach Dr. Florian Spohr vom Institut für Sozialwissenschaften, Universität Stuttgart, zu dem Thema „Das zunehmende Lobbying von Unternehmen: Gründe und Folgen“. Dr. Spohr stellte Gefahren und auch wichtige Funktionen von Lobbyismus vor. Zudem beschreibt der Sozialwissenschaftler einen besonderen Wandel bei den Lobbyisten, zeigt Entwicklungen im Verbändespektrum auf und verwies auf eine gestiegene Relevanz von nicht-verbandlich organisierten Akteuren.

Politischer Weg besser als der juristische

Natürlich ging es bei der Versammlung auch um die immer weiter steigenden Vergnügungssteuern – hierzu erklärte BA-Justiziar Stephan Burger, dass man eine Vergnügungssteuererhöhung „am besten vor dem Satzungsbeschluss verhindert“, da hier der politische Weg erfolgreicher als der juristische sei. Im Anschluss folgte ein Bericht der BA-Mitgliedsverbände. Hier wies Hendrik Meyer, Justiziar vom Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland, auf eine neue gefährliche Praxis in der Bundeshauptstadt hin, die „völlig in die falsche Richtung“ laufe. „Viele legale Automatenunternehmer werden kriminalisiert und das hat mit der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels nichts zutun.“

Der BA stellte zudem einen Überblick der aktuellen Projektthemen vor, wie die Aktivitäten in den sozialen Medien rund um „Glücksspiel? Aber sicher!“ sowie einen Ausblick auf die diesjährige Session der Young Professionals am 18. und 19. Juni und auf eine Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Darmstadt – einem neuen Flyer mit Informationen zum Spielersperrsystem OASIS.

DAW-Kongress

Ein Bericht über rechtliche Entwicklungen sowie ein Gastbeitrag von DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker beendeten das thematisch dichte Programm der BA-Jahreshauptversammlung. Georg Stecker wies auch auf den nächsten DAW-Kongress am 17. März 2027 erneut im Berliner Cafe Moskau hin. Hierfür soll gerade die digitale Teilnahme noch verbessert werden, da dadurch insbesondere auch die Behörden in den Länder erreicht werden.

Alle Informationen rund um die BA-Jahreshauptversammlung gibt es in der Juli-Ausgabe vom AutomatenMarkt.