400 Gäste beim DAW-Neujahrsempfang in Berlin

Etwa 400 Gäste aus Politik, Verbänden und der Automatenbranche kamen am 15. Januar zum Neujahrsempfang der Deutschen Automatenwirtschaft ins Tipi am Kanzleramt nach Berlin.

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker betonte in seiner Rede die harten Einschnitte, welche die Automatenbarnche 2019 zu erleiden hatte, blickte aber auch nach vorne und empfahl vor allem die Stärkung der legalen Glücksspielangebote. (Foto: DAW/AWI/Oertwig)

Etwa 400 Gäste aus Politik, Verbänden und der Automatenbranche kamen am 15. Januar zum Neujahrsempfang der Deutschen Automatenwirtschaft ins Tipi am Kanzleramt in Berlin.

Georg Stecker, Vorstandssprecher des Dachverbandes Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) skizzierte zunächst in seiner Rede die harten Einschnitte, unter denen die Automatenbranche im vergangenen Jahr zu leiden hatte. Dabei griff er die Umstellung der Geldspielgeräte auf die neue Spielverordnung und den Abbau des dritten Geldspielgerätes in der Gastronomie auf.

Stecker wies auch darauf hin, dass Spielhallen im ganzen Bundesgebiet akut von der Schließung bedroht sind. „Durch willkürliche Abstandsgebote zwischen unseren Spielhallen und Verbote von Mehrfachkonzessionen. Und das im digitalen Zeitalter“, macht der DAW-Vorstandssprecher deutlich.

"Konjunkturprogramm für den illegalen Markt"

Ihm zufolge sei die Schließung ordentlicher Spielhallen ein echtes Konjunkturprogramm für den illegalen Markt, online und in den Städten.

Stecker betont, dass der illegale Markt inzwischen einen Anteil von bedrohlichen zwanzig Prozent am gesamten Glücksspielmarkt habe und bezeichnete dies deutlich als „verfehlte Regulierung“.

Trotz vieler Schreckensnachrichten blickt Stecker auch nach vorne. Die Gespräche der Länder um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag seien in der ganz heißen Phase.

Legale Angebote stärken

Darum fordert Stecker: „Es ist deshalb wichtig, dass der neue Glücksspielstaatsvertrag die legalen Angebote Lotto, die staatlichen Spielbanken und die staatlich konzessionierten Spielhallen nicht nur erhält, sondern nachhaltig stärkt.“

Qualität müsse in den Mittelpunkt der Regulierung rücken. Sie müsse das alleinige Regulierungs-Kriterium für alle Spielformen werden. Auch für das gewerbliche Automatenspiel.

Georg Stecker setzt sich zudem für eine Qualifizierung des Berufszugangs ein. „Denn wir sind der festen Überzeugung, dass ein Sitzschein nicht ausreichen darf, wenn man eine Spielhalle betreiben will. Wir wollen eine Prüfung für angehende Automatenunternehmer“, verlautbart der DAW-Vorstandssprecher.

Qualität und klare Regeln beim Automatenspiel

Überdies engagierte er sich in seiner Rede auch für biometrische Zugangskontrollen und eine spielformübergreifende bundesweite Sperrdatei. Die Gäste hatten praktischerweise vor Ort die Gelegenheit solche Systeme zu testen.

Steckers Fazit lautete: „Wir setzen uns für Qualität und klare Regeln beim Automatenspiel ein. Und wir sind überzeugt, dass die Menschen die Regeln kennen sollten, weil sie nur dann legale von illegalen Angeboten unterscheiden können.“