Baden-Württemberg unterstützt Forschungsstelle Glücksspiel mit 100 000 Euro jährlich

Der Fortbestand der Forschungsstelle Glücksspiel ist gesichert. Prof. Dr. Tilman Becker, langjähriger Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim, sieht die "Expertise einer interdisziplinären und unabhängigen wissenschaftlichen Einrichtung" als notwendig an.

Die Forschungsstelle Glücksspiel erhält künftig eine finanzielle Unterstützung des Landes Baden-Württemberg von jährlich 100 000 Euro.

Darüber hinaus wird sich auch die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg einbringen. Sie engagiert sich projektbezogen zunächst für zwei Jahre ebenfalls mit jährlich 100 000 Euro. Auch die Universität Hohenheim selbst trägt einen Anteil zur langfristigen Sicherung der Arbeit der Forschungsstelle bei.

Die Verhandlungen um die Neugestaltung der Glücksspielregulierung in Deutschland ziehen sich bereits seit vielen Jahren hin. Das habe der Forschungsstelle zufolge seinen Grund: Die Glücksspielregulierung werde immer komplexer, und eine Vielzahl von sich widersprechenden Interessen müssten Berücksichtigung finden.

Seit 15 Jahren Forschung zum Glücksspiel

„Daher ist insbesondere in der aktuellen Diskussionen um den kommenden Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens die Expertise einer interdisziplinären und unabhängigen wissenschaftlichen Einrichtung mehr denn je notwendig“, betont Prof. Dr. Tilman Becker, langjähriger Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim.

Sie bearbeitet seit mehr als 15 Jahren Forschungsfragen zum Glücksspiel und begleitet fortlaufend die Entwicklungen zur Regulierung in diesem Bereich.

Mit der Förderung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg könne die Arbeit der Forschungsstelle nun sichergestellt und ausgebaut werden. Auch die finanzielle Unterstützung durch die Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg und die Universität Hohenheim würden dazu beitragen, dass auch künftig wissenschaftliche Erkenntnisse in die Regulierung einfließen können.