Bundesverband deutscher Spielbanken: Neuer Vorstand mit klarem Auftrag und Gestaltungswillen
Im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahlen hat der Bundesverband deutscher Spielbanken (BupriS) einstimmig einen neuen Vorstand gewählt. Damit setze der Verband ein klares Zeichen für Geschlossenheit, Verantwortungsbewusstsein und Gestaltungswillen in einer Phase tiefgreifender Veränderungen, betont der BupriS.
Zum neuen Vorsitzenden wurde Thomas Fritz (Spielbank Wiesbaden) gewählt. Ihm zur Seite steht als stellvertretender Vorsitzender David Schnabel (Spielbanken Niedersachsen). Das Amt des Schatzmeisters übernimmt Marcel Langner (Spielbank Berlin). Christian Kreyer (Spielbank Mainz) komplettiert den Vorstand als Beisitzer.
Eindeutiges Votum ein klarer Auftrag
Der neu gewählte Vorstand dankt den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen. Das einstimmige Votum wird als klarer Auftrag verstanden, "die Interessen der privaten Spielbanken entschlossen, fachlich fundiert und mit einer klaren Haltung zu vertreten".
BupriS werde auch künftig seine zentralen Aufgaben aktiv wahrnehmen: "den konstruktiven Dialog nicht nur innerhalb der Branche, sondern insbesondere auch mit Politik und Aufsichtsbehörden". Ziel sei es, "regulatorische Rahmenbedingungen praxisnah, verhältnismäßig und wirksam mitzugestalten". Denn: "Die kommenden Jahre bringen erhebliche Herausforderungen mit sich – regulatorisch, ordnungsrechtlich und gesellschaftlich."
Die Digitalisierung werde die Branche weiter nachhaltig prägen. "Eine zunehmende Anzahl unterschiedlichster Online-Angebote sowie vielfältige neue Technologien und Systeme werden sowohl regulatorisch als auch operativ weiter an Bedeutung gewinnen – auch innerhalb der Spielbanken selbst. BupriS versteht diese Entwicklung als Chance, verantwortungsvolle Angebote weiterzuentwickeln und dabei hohe Standards bei Spielerschutz und Geldwäscheprävention weiterhin zu gewährleisten", wird deutlich gemacht.
Einführung Bargeldobergrenze – zentrales aktuelles Handlungsfeld
Ein zentrales aktuelles Handlungsfeld ist die Einführung der Bargeldobergrenze ab Mitte 2027. Denn: "Politisch und ordnungsrechtlich besteht hier erheblicher Handlungsbedarf – und die Zeit drängt. Fragen digitaler Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten, technischer Umsetzungen und rechtssicherer Prozesse müssen frühzeitig, realistisch und gemeinsam gelöst werden, um zu verhindern, dass zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung gedachte Regelungen den bisher erreichten hohen Standard der deutschen Spielbank auf diesem Gebiet gefährden."
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Deutschen Spielbankenverband (DSbV) sowie mit weiteren Glücksspiel-, Sportwett- und Online-Verbänden bleibe dabei ein wesentlicher Bestandteil der Verbandsarbeit. Gemeinsame Positionen erhöhen die Durchsetzungskraft und schaffen Klarheit gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Interessen aktiv vertreten
Abschließend heißt es: "Der neue Vorstand steht für Klarheit, Dialogfähigkeit und Verantwortung. Mit dem Anspruch, die Interessen der Mitglieder nicht zu verwalten, sondern aktiv zu vertreten – und die Zukunft der Spielbanken entschlossen mitzugestalten."