DAGV: Föderalismus macht es nicht einfacher

Rund ein Dutzend Mitglieder des Deutschen Automaten-Großhandels-Verbands (DAGV) trafen sich am 19. Mai zu einem virtuellen Austausch über die aktuelle Situation. Im Mittelpunkt standen dabei die Gastronomie und die Erwartungen an ein Wiederanlaufen des Automatenhandels.

Besonders unzufrieden zeigten sich die Händler mit der unterschiedlichen Vorgehensweise der einzelnen Bundesländer bei der Lockerung des coronabedingten Shutdowns. Zudem würden Unterschiede innerhalb des Gastrobereichs gemacht: Gaststätte ist nicht gleich Gaststätte. Die kleine Schankgaststätte, also die Kneipe um die Ecke, die einen Großteil der Aufstellplätze stelle, dürfe in vielen Ländern noch nicht öffnen, weil sich Abstandsgebote kaum einhalten ließen.

Der Föderalismus mache es nicht einfacher, sagte DAGV-Geschäftsführer Jörg Meurer, denn die Erfahrungen der Aufsteller, von denen die Händler berichteten, sind unterschiedlich. Selbst der Vollzug durch die Ordnungsbehörden sei uneinheitlich. Bei geöffneten Gaststätten heiße es hier Geldspielgerät an und dort Geldspielgerät aus.

Bernd Denker, Betreiber des Automaten Discount Nord, hält es aktuell für die wichtigste Aufgabe, die Beschäftigten in Spielhallen und Gastronomie für das Thema Hygiene zu sensibilisieren. Wenn da nicht ordentlich gearbeitet würde, müsse man wohl mit dem Verlust von Gästen und Umsatz rechnen. Das Vertrauen der Gäste müsse neu gewonnen werden.

Die eigentlichen Handelsthemen befinden sich derzeit noch eher im Hintergrund, stellten die Teilnehmer des virtuellen Treffens fest. „Selbst wenn die Spielhallen und Gaststätten jetzt nach und nach wieder öffnen, haben die Aufsteller erst einmal andere Dinge zu tun“, sagte der Vertriebsleiter des Gauselmann Großhandels, Peter Mahler-Jakob. Mit ansteigender Investitionsbereitschaft rechne er erst im Juni.