15.05.2024

Der Automatenverband Niedersachsen stellt die Weichen für die Zukunft

AVN-Vorsitzender Frank Waldeck (links) konnte hochrangige Gäste begrüßen: Landtagsvizepräsidentin Sabine Tippelt, Mittelstandsbeauftragte im Landwirtschaftsministerium Claudia Simon und Benedikt Hüppe (von links), stellvertretender Hauptgeschäftsführer Unternehmerverbände Niedersachsen.

Mittelstandsbeauftragte Claudia Simon brachte Grüße aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium mit.

Der "wiedererstarkte" Vorstand des AVN: Lars Rogge, Verbandsjustiziar Prof. Dr. Florian Heinze, Friedrich Leinemann, Nadine Ippensen, Hendrik Dürschlag und Frank Waldeck. Die neu gewählte Stella Schoo konnte nicht anwesend sein, stellte sich den Mitgliedern aber per Videobotschaft vor.

Bei der Jahreshauptversammlung vom Automatenverband Niedersachsen gab es wieder viele interessante Informationen und einige hochrangige Gastredner. Gleich nach der Begrüßung durch den AVN-Vorsitzenden Frank Waldeck, konnten die rund 80 Teilnehmer die Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landtags begrüßen. Sabine Tippelt (SPD) unterstrich, dass sie mit der Automatenbranche in vielen Punkten dieselbe Meinung habe. Denn: „Die Automatenwirtschaft ist ein relevanter Teil unserer Wirtschaft.“ Zudem generiere die Branche Steuereinnahmen, die „insbesondere dem sozialen und kulturellen Bereich zu Gute kommen.“

Deutlich machen, was zu viel ist

Im Anschluss überbrachte die Mittelstandsbeauftragte Claudia Simon ein Grußwort aus dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und warnte vor Forderungen nach Regulierungsänderungen: „Hier besteht immer das Risiko, dass die Regulierung an anderer Stelle schlechter wird.“

Benedikt Hüppe, stellvertretender Hauptgeschäftsführer von Unternehmerverbände Niedersachsen stellte in seinem Beitrag, kritisch und mit einem Augenzwinkern die Frage: Ist der Staat der bessere Unternehmer? Dabei richtete Hüppe den Appell in Bezug auf die Steuerbelastung an die Unternehmerschaft: „Seien sie diejenigen, die deutlich machen, bis wohin es geht und was zu viel ist.“

Geldspielgeräte die wieder der Nachfrage entsprechen

Auch der DAW übermittelte ein Grußwort. Vorstandssprecher Georg Stecker warnte per Videobotschaft: „Die Illegalität breitet sich gerade dort aus, wo die Menschen keine Lust mehr haben, bei uns zu spielen.“ Deshalb müssten die Geldspielgeräte auch wieder der Nachfrage entsprechen.

Über die aktuelle rechtliche Situation in Niedersachsen informierte Verbandsjustiziar Prof. Dr. Florian Heinze und ging insbesondere auf die Doppelspielhalle ein, die in Niedersachsen nur noch Genehmigungen bis Ende 2025 bekommen. 

AVN-Vorstandsmitglied und VDAI-Geschäftsführer Lars Rogge informierte über die momentan laufende Evaluierung der Spielverordnung und über Daten der Marktentwicklung der Branche.

Für das befreundete Gastwirtschaftswesen überbrachte Rainer Balke, Hauptgeschäftsführer von DEHOGA Niedersachsen, die Grußworte.

Den Schlusspunkt unter die Versammlung setzte ein durchaus kritisches Interview der stellvertretenden AVN-Vorsitzenden Nadine Ippensen mit Dr. Bastian Scholz, Senior Manager Public Affairs bei Merkur, zum Thema Regulierung beim gewerblichen Spiel und bei Spielbanken.

Einstimmig: Verstärkung für den Vorstand

Bereits seit einiger Zeit habe sich der AVN-Vorstand um neue Mitglieder bemüht, wie der Vorsitzende Waldeck erläutert. Diese Arbeit war nun von Erfolg gekrönt und die Weichen für die Zukunft wurden gestellt: Hendrik Dürschlag aus Hannover und Stella Schoo aus Osnabrück wurden von den Mitgliedern einstimmig zur Verstärkung in den Vorstand gewählt. „Wenn man etwas bewegen will, muss man im Vorstand eines Verbandes sein“, so Waldeck. Und: „Wenn man den Vorstand erweitert muss man sichergehen, dass die Chemie passt.“ Im Fall von den beiden Neuzugängen habe laut Waldeck nur ein kurzes Gespräch gereicht, um sich davon zu überzeugen, dass dies der Fall sei.

Alle Informationen zur Jahreshauptversammlung des AVN lesen Sie in der nächsten Ausgabe vom AutomatenMarkt.