Deutsches Automatenmuseum fokussiert auf die wilden Siebzigerjahre

Gäste im Gespräch mit Arthur Wall am Flipper Captain Fantastic.

Sascha Wömpener, Museumsleiter, und Jessica Midding, Kuratorin der Ausstellung.

Dieses Ehepaar hat sichtlich Spaß an der neuen Fotostation "Flower Power Bulli".

Das Deutsche Automatenmuseum in Espelkamp widmet den „Wilden 70er Jahren“ eine Sonderausstellung in seinen Räumlichkeiten auf Schloss Benkhausen.

Im Fokus stehen dabei die geschichtlichen Eckdaten in Kontext mit Münzautomaten aus aller Welt und kulturellen Highlights jener Zeit, die mit "Marmor, Stein und Eisen bricht" von Drafi Deutscher bis "Highway to Hell" von AC/DC vor allem eines war: bunt, facettenreich und vielfältig. Abba, Punk und Bhagwan, der Beginn der PC-Ära, der ersten Video-Konsolen und die Geburtsstunde des VW Golfs – erstmals liefen im Fernsehen Krimi-Serien wie Quincy, Kojak und der Tatort. Der Titel der Sonderschau lautet dann auch: "Die wilden 70er Jahre – Zwischen Fußball, Flipper und flotter Musik“.

Mehr als 80 geladene Gäste folgten der Einladung von Museumsleiter Sascha Wömpener und nahmen an der Eröffnungsfeier der Sonderausstellung teil. In seinem Grußwort hob er hervor, dass das Museum seit seinem Umzug nach Benkhausen im Herbst 2013 zu einem beliebten touristischen Besuchermagnet geworden sei. Wömpener bedankte er sich bei der Unternehmerfamilie Gauselmann für die Bereitstellung von Ressourcen und die ausgeprägte Leidenschaft für Automaten und die Geschichten ihrer Erfinder, ohne die es das Deutsche Automatenmuseum heute nicht geben würde. 

Die wilden Siebzigerjahre im Anschluss an das Wirtschaftswunder

Mit dem legendären „Tschüssikowski“, das 1972 durch die TV-Kultserie „Die Zwei“ mit Roger Moore und Toni Curtis zum geflügelten Wort wurde, leitete Sascha Wömpener über zu Gisela Vorwerg, Espelkamps stellvertretender Bürgermeisterin. Diese hat die Siebzigerjahre und die Omnipräsenz von Automaten aller Art „live“ erlebt. „Musik kam aus der Musikbox oder wurde selbst gemacht, die Jungs spielten am liebsten am Flipper.“ Abschließend führte die verantwortliche Kuratorin und stellvertretende Museumsleiterin Jessica Midding aus, warum die Sonderausstellung über die „Wilden 70er Jahre“ eine logische Konsequenz der vorangegangenen und sehr erfolgreichen Ausstellung „Wirtschaftswunder“ ist. 

Neben zwei Hörstationen, an denen Siebzigerjahre-Songs erklingen, wurde auch ein Bravo-Museumsbuch als ein per Touchscreen bedienbares Terminal, das einem überdimensional großen, aufgeschlagenen Buch gleicht, aufgestellt. Last but not least steht den Gästen zudem eine Fotowand mit dem Motiv eines typischen 70er Jahre Hippie-Busses für eigene Selfies zur Verfügung. 

Die Sonderausstellung „Die wilden 70er Jahre“ kann mit Ausnahme des Montags täglich von 10 bis 17 Uhr, an Wochenenden von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet fünf Euro pro Person, Führungen durch die Ausstellungen können angemeldet werden. Weitere Infos unter: www.deutsches-automatenmuseum.de.