09.04.2026

DSbV sieht neue EU-Bargeldobergrenze als wichtigen Schritt im Kampf gegen Geldwäsche

DSbV-Präsidentin Kerstin Kosanke

Der Deutsche Spielbankenverband (DSbV) beschäftigt sich mit der auf EU-Ebene beschlossenen Bargeldobergrenze von 10 000 Euro, die ab Mitte 2027 in allen Mitgliedstaaten verbindlich gelten wird. „Die neue Regelung ist ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Geldwäsche“, sagt Kerstin Kosanke, Präsidentin des DSbV.

Eine Frage der Glaubwürdigkeit

„Geldwäscheprävention ist für unsere Branche kein bürokratisches Thema, sondern eine Frage der Glaubwürdigkeit", macht Kosanke deutlich. „Wir begrüßen klare Vorgaben – sie schaffen Rechtssicherheit für Betreiber und Gäste gleichermaßen." 

Regelungen bereits praktiziert

Der DSbV sei dazu im engen Austausch mit dem Bundesverband deutscher Spielbanken (BupriS), in dem die privaten Spielbanken organisiert sind. Beide Verbände tauschen sich regelmäßig aus – zuletzt auf der Geldwäsche-Tagung in Duisburg. „Jetzt geht es vor allem darum zu klären, wie wir die Obergrenze in den Abläufen eines Spielbank-Betriebs umsetzen. Da geht es um technische Details, aber auch um juristische Fragen“, erklärt Kerstin Kosanke in Potsdam. 
Dass solche Regelungen bereits praktiziert werden, zeige der Blick ins europäische Ausland: Griechenland begrenzt Barzahlungen bereits heute auf 500 Euro, Frankreich auf 1 000 Euro.