Gemeinsame Glücksspielanstalt der Länder nimmt Arbeit in Halle/Saale auf

In Halle an der Saale entsteht die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Sie soll ab Mitte 2022 erste Aufgaben übernehmen.

Anlässlich des Inkrafttretens des Glücksspielstaatsvertrages 2021 ist am 1. Juli 2021 der Verwaltungsrat der neuen Gemeinsamen Glücksspielanstalt der Länder in Halle/Saale konstituierend im Rahmen einer Videokonferenz zusammengekommen.

Die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Sachsen-Anhalts Staatssekretärin für Inneres und Sport, Anne Poggemann, hat während der Sitzung über den Stand des Aufbaus der Anstalt informiert, teilt die Staatskanzlei Sachsen-Anhalts in einer Pressemitteilung mit.

Erste Mitarbeiter nehmen Arbeit auf – 110 Arbeitsplätze vorgesehen

„Wir sind auf einem guten Weg. Die ersten Mitarbeiter der neuen Behörde haben ihre Büroräume am Hansering in der Innenstadt von Halle an der Saale bezogen. Es werden nun sukzessive weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. Nach bisherigem Planungsstand sind rund 110 Arbeitsplätze vorgesehen, inklusive zweier Vorstände“, sagt Poggemann.

Gemäß Glücksspielstaatsvertrag 2021 habe die neue Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder zum Start gegenwärtig noch keine Verwaltungsaufgaben wahrzunehmen und somit Zeit, weiter aufzuwachsen und sich für ihre Aufgabenwahrnehmung vorzubereiten. Ziel für das Jahr 2021 sei es, den Aufbau der neuen Behörde stringent und nach Plan fortzusetzen, um diese für die zukünftige Aufgabenwahrnehmung zu befähigen.

Anstalt soll Mitte 2022 erste Aufgaben übernehmen

„Zunächst wird die Anstalt für die Beobachtung der Entwicklungen des Glücksspielmarktes und der Glücksspielforschung sowie die Förderung der Glücksspielforschung zuständig sein. Am 1. Juli 2022 soll die Anstalt erste Aufgaben übernehmen. Dies betrifft etwa Maßnahmen zur Zahlungsunterbindung bei illegalem Spiel, das sogenannte IP-Blocking sowie die Aufsicht bezüglich unerlaubten Glücksspiels im Internet und der Werbung dafür. Ab dem 1. Januar 2023 sollen alle weiteren, übergangsweise von verschiedenen Bundesländern wahrgenommenen, Aufgaben durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle erfüllt werden“, sagt Poggemann.

Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sachsen-Anhalt

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff (CDU) betont zudem die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sachsen-Anhalt durch die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze.