28.05.2026

Großeinsatz gegen illegales Glücksspiel in Bremen – Null-Toleranz-Strategie

Im Rahmen einer Großrazzia in Bremen haben 150 Einsatzkräfte unter anderem 19 illegale Spielautomaten, eine Schusswaffe, Kokain und Bargeld sichergestellt (Foto: Polizei Bremen).

Die Polizei Bremen durchsuchte am 20. Mai elf Lokale und zwei Wohnungen in der Stadt Bremen. Der Großeinsatz beruhte auf intensiven Ermittlungen der Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Veranstaltung unerlaubten gewerbsmäßigen Glücksspiels.

Clankriminalität im Fokus der Ermittlungen

Vorangegangen waren Feststellungen und Hinweise des Ordnungsamtes. Die Ermittlungen richten sich laut Polizei Bremen gegen zwei Personen einer Großfamilie, bei denen einzelne Mitglieder der Clankriminalität zugeordnet werden. Es konnten mehrere Glücksspielautomaten und weitere Beweismittel, wie Drogen und eine Schusswaffe beschlagnahmt werden.

Diese Lokale standen schon seit einiger Zeit im Fokus der Ermittler des Ermittlungsverfahrens "Sonne". Umfangreiche Ermittlungen ergaben laut Polizei Bremen, dass dort von zwei Beschuldigten im Alter von 24 und 51 Jahren organisiertes illegales Glücksspiel betrieben wurde. Dabei kamen vor allem Spielautomaten trotz behördlicher Untersagung zum Einsatz.

150 Einsatzkräfte in elf Cafés, Bars, Imbissen und Restaurants

Mit etwa 150 Einsatzkräften, darunter auch Spezialkräfte, und Unterstützung der Glücksspielaufsicht, des Ordnungsamtes und des THW wurden insgesamt elf Cafés, Bars, Imbisse und Restaurants in Bremen Nord, Walle, der Innenstadt und der Neustadt durchsucht. Zeitgleich wurden die Privatwohnungen von zwei 24 und 51 Jahre alten Beschuldigten durchsucht.

Neben Kokain und Bargeld auch 19 illegale Spielautomaten sichergestellt

Es wurden mehrere Personen überprüft, 19 Spielautomaten, eine Schusswaffe, Kokain, Bargeld und ein als gestohlen registriertes Fahrrad sichergestellt.

Die beiden 24 und 51 Jahre alten Hauptbeschuldigten müssen sich jetzt unter anderem wegen der gewerbsmäßigen Veranstaltung von unerlaubten Glücksspielen verantworten.

„Bremen ist kein bequemer Platz für organisierte Kriminalität“

Dazu Bremens Innensenatorin Dr. Eva Högl: „Wir gehen dorthin, wo es wehtut. Wir schauen genau hin - und wir bleiben dran. Wer in Bremen Geld am Recht vorbei verdient, der bekommt uns zu spüren: an seinem Tisch, an seinen Geräten, an seinem Konto. Was Polizei Bremen, Ordnungsamt und Glücksspielaufsicht heute geleistet haben, ist das Ergebnis beharrlicher Ermittlungsarbeit. Und wir fangen damit gerade erst an. So lange, bis die Botschaft angekommen ist: Bremen ist kein bequemer Platz für organisierte Kriminalität.“

Die Polizei Bremen dulde keine kriminellen Handlungen innerhalb und aus so genannten Clans oder Großfamilien heraus, schöpfe im Rahmen ihrer Null-Toleranz-Strategie alle rechtlichen Möglichkeiten aus und gehe weiter konsequent gegen Clankriminalität vor.