Online-Lottoanbieter Zeal steigert Neunmonatsumsatz um 22 Prozent
In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Zeal Network SE, Deutschlands großer Online-Anbieter von Lotterieprodukten, einen Konzernumsatz von 198,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2025: 162,6 Millionen Euro) – das meldet das Unternehmen in einer virtuellen Pressekonferenz. Getragen werde das Wachstum laut dem Hamburger Unternehmen vom Kerngeschäft der Vermittlung staatlicher Lotterien und unterstützt durch starkes Umsatzwachstum bei den Soziallotterien, im Games-Bereich sowie durch die erstmalige Konsolidierung von SevenCanyon (10,5 Millionen Euro). Das EBITDA auf Konzernebene verbesserte sich trotz einmaliger Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von SevenCanyon im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich um 9 Prozent auf 58,7 Millionen Euro (2025: 54,1 Millionen Euro).
Erschließen neue Wachstumschancen
„Unsere Strategie, unser Geschäft zu diversifizieren, zahlt sich aus. Wir verbreitern unsere Umsatzbasis und erschließen neue Wachstumschancen. Unser Lotterie-Kerngeschäft wächst weiterhin, während unsere Soziallotterien, unser Games-Geschäft und das neu erworbene internationale Geschäft von SevenCanyon einen starken Umsatzbeitrag leisten und unsere Abhängigkeit von Jackpotzyklen weiter verringern“, sagt Dr. Stefan Tweraser, CEO der Zeal Network SE.
Wichtige Grundlage für die Diversifizierung gelegt
„Wir haben SevenCanyon erfolgreich in die Zeal-Gruppe integriert und damit eine wichtige Grundlage für die Diversifizierung unseres Geschäfts gelegt. Trotz eines verhaltenen Eurojackpot-Umfelds haben wir in den ersten neun Monaten 2026 mehr als eine Million Neukunden gewonnen. Dank dieser starken Entwicklung konnten wir mehr als 300 Millionen Euro zur Finanzierung des Gemeinwohls und gemeinnütziger Zwecke in Deutschland beitragen“, sagt Andrea Behrendt, CFO von Zeal Network SE.
Segment Lotterie bleibt wichtigster Wachstumstreiber
Mit einem Umsatzanstieg von 16 Prozent auf 170,8 Millionen Euro bleibt das Lotteriegeschäft der wichtigste Wachstumstreiber von ZEAL (2025: 147,7 Millionen Euro). Das Transaktionsvolumen aus Lotterien stieg um 10 Prozent auf 915,1 Millionen Euro (2025: 834,3 Millionen Euro). Dies sei vor allem auf den weiteren Ausbau des Kundenstamms und eine höhere Kundenaktivität zurückzuführen. Die Zahl der Lotterie-Neukunden stieg um 15 Prozent und überschritt in den ersten neun Monaten erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von einer Million (2025: 879 Tausend). Die durchschnittliche Zahl der monatlich aktiven Lotteriekunden (MAU) stieg auf 1 678 000 (2025: 1 572 000). Die Bruttomarge im Lotteriegeschäft erhöhte sich auf 18,3 Prozent (2025: 17,5 Prozent).
In den ersten neun Monaten 2026 stieg der Umsatz im Games-Geschäft um 18 Prozent auf 12,1 Millionen Euro (2025: 10,3 Millionen Euro). Grund dafür sei ein Anstieg der durchschnittlichen Zahl aktiver Kunden auf 35 000 (2025: 28 000) gewesen. Das Transaktionsvolumen stieg um 17 Prozent auf 160,3 Millionen Euro (2025: 136,9 Millionen Euro).
Erstmalige Konsolidierung von SevenCanyon
Zeal hat am 9. Juli 2026 den Erwerb der verbleibenden 96,5 Prozent an SevenCanyon bekannt gegeben und hält damit 100 Prozent der Anteile. Das britische Prize-Draw-Geschäft wurde im dritten Quartal erstmals konsolidiert und ist im Segment Sonstige enthalten. Dadurch stieg der Segmentumsatz um 241 Prozent auf 15,8 Millionen Euro (2025: 4,6 Millionen Euro). 10,5 Millionen Euro des Umsatzes entfallen auf das erworbene Unternehmen. SevenCanyon trug 1,4 Millionen Euro zum EBITDA von € 2,6 Millionen bei, was einem Anstieg von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Umsatzprognose für das Gesamtjahr nach Konsolidierung von SevenCanyon angehoben
Nach der erstmaligen Konsolidierung von SevenCanyon und der Finalisierung des Umsatzausweises nach IFRS konkretisiert Zeal seine bereits in der Ad-hoc-Mitteilung vom 9. Juli 2026 kommunizierte Erwartung, dass SevenCanyon einen wesentlichen Beitrag zum Konzernumsatz leisten wird. Zeal hat daher die Prognose für den Konzernumsatz 2026 von 250 bis 260 Millionen Euro auf 270 bis 280 Millionen Euro angehoben.
Die Prognose für das Konzern-EBITDA 2026 bleibt mit 70 bis 75 Millionen Euro unverändert. Sie setze ein normales Jackpot-Umfeld in Deutschland voraus und berücksichtigt erwartete einmalige Aufwendungen im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich im Zusammenhang mit dem Erwerb von SevenCanyon.