Online-Spiel: Rheinland-Pfalz will moderate Marktöffnung

Clemens Hoch, Chef der Staatskanzlei in Mainz.

Rheinland-Pfalz setzt sich für eine moderate Liberalisierung des Online-Glücksspiels ein. Das Land nehme damit eine mittlere Position ein beim Bemühen der Länder um einen neuen Glücksspielstaatsvertrag. Das sagte Staatskanzleichef Clemens Hoch einem ntv-Bericht zufolge gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach erklärte Hoch, Rheinland-Pfalz erkenne, „dass Bürgerinnen und Bürger hier ein zeitgemäßes Angebot einfordern." Nur ein attraktives, lizensiertes Angebot könne den Grau- und Schwarzmarkt eindämmen. Eine neue Aufsichtsbehörde müsse für ein wirkungsvolles und schnelles Unterbinden ilegaler Aktivitäten auf dem Online-Glücksspielmarkt geschaffen werden.

Nach Angaben des Chefs der Mainzer Staatskanzlei sind sich alle Bundesländer über die Notwendigkeit einer solchen Behörde einig. Da es immer noch um Spielerschutz gehe, seien zudem eine Spielerkarte sowie Einzahlungs-, Einsatz- und Verlustlimits im Gespräch. Damit sollten die finanziellen Folgen pathologischen Spielverhaltens abgemildert und der Jugendschutz gewährleistet werden.

Einig sind sich alle Bundesländer laut Clemens Hoch bei ihrem geplanten Verbot deutschsprachiger Zweitlotterien mit Sitz im Ausland wie etwa Lottoland oder Lottohelden, die keine Lotterien veranstalten, sondern Wetten auf Lottozahlen anbieten.