Razzia in Norden und Aurich – sechs illegale Glücksspielautomaten und drei Wettautomaten sichergestellt
In der Nacht von Sonntag, 31. Mai, auf Montag, 1. Juni, haben Einsatzkräfte in Aurich und Norden umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen wegen des Verdachts des Veranstaltens von illegalem Glücksspiel sowie weiterer Straftaten durchgeführt.
Mehrmonatige Ermittlungen
Den Maßnahmen sind laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaften Osnabrück und Aurich sowie der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund „mehrmonatige Ermittlungen“ von Polizei und Staatsanwaltschaft vorausgegangen. Die Ermittlungen richten sich dabei gegen mehrere Personen, die dem Clanmilieu zugerechnet werden. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, öffentlich zugängliche Einrichtungen, darunter Spielstätten, betrieben zu haben, in denen nicht zugelassene Glücksspielautomaten aufgestellt und betrieben wurden.
40 000 Euro Bargeld beschlagnahmt
Die Ermittlungen führten zu mehreren Durchsuchungsbeschlüssen, die durch die Staatsanwaltschaft Osnabrück und die Staatsanwaltschaft Aurich beantragt wurden. In der Nacht zu Montag wurden in den Stadtgebieten Aurich und Norden insgesamt neun Objekte durchsucht. Es handelte sich dabei sowohl um Spielstätten als auch um Privatwohnungen von Beschuldigten.
Insgesamt stellten die Einsatzkräfte sechs illegale Glücksspielautomaten und drei Wettautomaten sicher. Darüber hinaus wurden mehr als 40 000 Euro Bargeld, eine Schreckschusswaffe mit Munition, hochwertige Uhren, Mobiltelefone, Tabakwaren sowie weitere Beweismittel beschlagnahmt.
Bekämpfung krimineller Clanstrukturen
Neben dem Verdacht des illegalen Glücksspiels richten sich die Ermittlungen auch auf mögliche Verstöße gegen steuerrechtliche Vorschriften sowie den Verdacht der Geldwäsche.
Die polizeilichen Ermittlungen und die damit einhergehende Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauern an.
Die niedersächsische Polizei und Justiz habe die Bekämpfung krimineller Clanstrukturen als einen Schwerpunkt in ihrer landesweiten Strategie festgelegt. Und auch diese Aktion feierten die Behörden als erneuten Schlag gegen die organisierte Clankriminalität in Ostfriesland. Diese Strategie beinhalte „umfassende Maßnahmen, um gegen Rechtsverstöße und kriminelle Aktivitäten vorzugehen, die nur durch einen umfassenden Ansatz und ein konsequentes, niederschwelliges Vorgehen nachhaltig bekämpft und erfolgreich bewältigt werden können. Zu den Maßnahmen gehören auch regelmäßige Kontrollen, die dazu beitragen, kriminelle Strukturen zu durchdringen und zu unterbinden“.