Regierungshandeln ist verantwortungslos

BA-Präsident Thomas Breitkopf

Der Bundesverband Automatenunternehmer (BA) schließt sich der Kritik an der politischen Entscheidung Baden-Württembergs, an einem 500-Meter-Mindestabstand von Spielhallen zu anderen Spielhallen sowie zu Kinder- und Jugendeinrichtungen festzuhalten vollumfänglich an.

„Was sich die Regierung in Baden-Württemberg erlaubt ist verantwortungslos“, so Thomas Breitkopf, BA-Präsident und Automatenkaufmann eines mittelständischen Familienunternehmens. „Die Spielgäste werden dadurch regelrecht in die Illegalität gedrängt. Sollen unzählige Razzien gegen illegales Glücksspiel und organisierte Kriminalität, wie in Berlin, auch in Baden-Württemberg bald zur Normalität gehören? Parallel dazu verlieren 8 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und können demnächst stempeln gehen? Das widerspricht doch jeglicher Vernunft!“

Das in Baden-Württemberg zur Anwendung kommende Rasenmäherprinzip sei eine Katastrophe für den Spielerschutz. Sowohl terrestrisch als auch im Internet existiere eine Vielzahl von illegalen Angeboten, die sich weder um den Spielerschutz scheren noch Steuern zahlen. Ein legales Gewerbe werde zerstört, während illegale Anbieter davon profitierten. Dass dies auch anders gehe, zeigten eine Reihe von Bundesländern, die mit Augenmaß und Sachverstand regulieren.

Der BA sieht nur einen Weg, um aus dieser Fehlentwicklung heraus zu finden: Die getroffenen Entscheidungen müssen auf den Prüfstand gestellt werden. „Aus diesem Grund fordern wir die Verantwortlichen in der Politik auf, ihre Entscheidungen zugunsten des Spielerschutzes zu überprüfen und umgehend zu handeln.“, so Breitkopf.