21.05.2026

Spannende Themen, bayerische Kraft und ein neuer GZQG-Meilenstein

Das BAV-Vorstandsteam, von links: Konstantin Degen, Justiziar RA Mirko Benesch, Paul Meindl, Andreas Strunz, Marco Spitzenberger, Vizepräsident Thomas Kießling, Präsident Andy Meindl, Julia Bartos und Finanzvorstand Ismail „Easy“ Gök.

Blick in den Saal, erste Reihe von links: Sabine Meindl, HMV-Vorsitzender Michael Wollenhaupt, 2. HMV-Vorsitzender Michael Stang, RA Marcus Röll von der Kanzlei Benesch & Partner und FGA-Präsidentin Sabine Dittmers-Meyer.

In der ersten Reihe, von links: Manuel Michalski, AWI-Geschäftsführer und Büroleiter von DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker, BA-Geschäftsführerin Simone Storch, BA-Vizepräsidentin Petra Höcketstaller und Georg Koselka.

Mit gutem Draht zu den Mitgliedern: BAV-Präsident Andy Meindl und FGA-Präsidentin Sabine Dittmers-Meyer.

Blick zum Vorstandstisch: Vizepräsident Thomas Kießling (2. von links) mit einer seiner Wortmeldungen aus der Praxis.

Die erfahrenen Branchenjuristen RA Mirko Benesch (rechts) und RA Marcus Röll mit wichtigen Informationen.

Impressionen von den Ehrungen der Jubilare, von links oben im Uhrzeigersinn: Die BAV-Spitze mit Harry Aisch, Nicole Aisch und Senior Uwe Aisch, seit 70 (!) Jahren im Verband. – Löwen Entertainment, hier vertreten durch Vertriebsdirektor Andreas Hingerl, ist seit 60 Jahren Mitglied des Bayerischen Automaten-Verbandes. – Familie Meindl ist seit 40 Jahren dem Verband in Treue und mit reichlich Engagement verbunden. – Petra Höcketstaller freut sich über die Ehrung der Karl Höcketstaller GmbH, nunmehr seit 50 Jahren aktives Verbandsmitglied.

Impressionen vom Ausstellungsgeschehen, von links oben im Uhrzeigersinn: Am adp Merkur-Stand Peter Mahler-Jakob mit Armin Gruber und Peter Hüller. – Bei den Löwen sehen wir Peter Keber, Andreas Hingerl, Claudia Heger und Thomas Heger. – Am psmtec-Stand sind Robert Dennerlein, Heidi Österer und Anton Schmid im Gespräch. – Bei Apex/Bally Wulff haben sich Alexander Schuster, Willibald Hüller, Georg Koselka und Gerhard Hubmann versammelt.

Weitere Impressionen, von links oben im Uhrzeigersinn: Michael Bartos und der Jubilar Risto Degen. – Relevante und spannende Informationen für die Mitglieder. Im Hintergrund ein legendärer Flugpionier. – Im Pausengespräch: Jens Langner, Martina Langner, Christian Aisch und Karl Czirjak. – Ralf Dreier aus Babenhausen mit einem Wortbeitrag. Rechts von ihm Michael Ströhlein, 88 Jahre jung, höchst vital und treuer AutomatenMarkt-Leser seit vielen Jahrzehnten.

Sachbeiträge von Erik Johann Mosler, Eagle Eye Networks, dem Brandschutzexperten Thomas Blösel und Kassenprüfer Peter Hüller.

Die Jahreshauptversammlung des Bayerischen Automaten-Verbandes (BAV) am 20. Mai im Novotel in München Messe-West stand unter einem guten Stern! Nicht nur, dass die 20 Tagesordnungspunkte umfassende Agenda reichlich Benefit für die 250 Mitgliedsunternehmen bereit hielt. Auch eine brandneue Nachricht mit echtem Nutzwert konnte verkündet werden.

Schweigeminute und Ehrungen der Jubilare

Doch ganz am Anfang stand eine Schweigeminute – in Erinnerung an Eduard „Eddie“ Steubl, der am 4. November 2025 aus unserer Mitte gerissen wurde. Andy Meindl: „Eddie wird uns fehlen. Er hat viele Jahre unsere Vorstandsarbeit bereichert und immer den Mund aufgemacht – immer klipp und klar gesagt, wenn ihm etwas nicht passte.“ Dabei habe sich der Franke selbst nie geschont und sich beispielsweise vorbildlich beim Thema Ausbildung engagiert. „Jetzt ist er nicht mehr da.“ Das seien die dunklen Stunden und Abgründe unserer Existenz, so das „Memento mori“ des BAV-Präsidenten.

Bei den Ehrungen der Jubilare – ein im Kontrast freudiges Ereignis – ragen die 70 Jahre Mitgliedschaft der Uwe, Nicole und Harry Aisch Automaten GmbH hervor. Das Unternehmen selbst wurde von Gertrud Aisch, Mutter von Uwe Aisch, 1951 in Ingolstadt gegründet und ist somit eine der ältesten Firmen unserer Branche. Die dritte Generation verkörpern die Geschwister Nicole und Harry Aisch.

Ein Schwerpunkt im Geschäftsbericht – der Umzug der BAV-Geschäftsstelle von Neuötting nach Dornach. Dort gibt es jetzt, nah zum politischen München, ausreichend Raum für vier Verbände und Gesellschaften: BAV, BAV Service, die Zertifizierungsgesellschaft GZQG und den FGA. Wie man gute politische Arbeit vor Ort leisten kann, machte der BAV-Präsident am Beispiel der jungen Stadträtin Fatima Kießling, CSU, mit ihrer erfolgreichen Kampagne „Euer Maadla für Hof“ deutlich.

Neuer Meilenstein der GZQG

Zusätzlich zu den Parlamentarischen Abenden hat sich das neue politische Format „Dinner & Talk“ bestens bewährt. Auch finanziell stehe der Verband solide und mit einer gut gefüllten Kriegskasse da, was „die Unabhängigkeit unseres Verbandes“ absichere, so Andy Meindl.

Anregend der Vortrag von Thomas Blösel zum Thema Brandschutz und Betriebssicherheit. Erik Johann Mosler von Eagle Eye Networks, Experte für Cloud-basierte Sicherheitssysteme, umkreiste Themen wie Face Match, Video-Suche mit intelligenter Erkennung von Mustern und Zutrittsmanagement. Spannend, wie man seine Videosysteme nutzen und DSGVO-konform ausreizen kann.

Dann die Nachricht des Tages. Die Zertifizierungsgesellschaft des BAV, die GZQG, kann einen neuen Meilenstein vermelden – nach einem aufreibenden, über dreijährigen Prozess des mehrfachen, geduldigen Einreichens von Änderungen beziehungsweise Abweichungen durch GZQG-Geschäftsführerin Sabine Dittmers-Meyer (siehe auch unseren heutigen Online-Bericht „GZQG-Erfolg: Spielerschutz und Bürokratieabbau kombiniert – Zertifizierungsprozess für Automatenunternehmen verschlankt“). So werden die Unternehmen künftig im Zertifizierungsprozess, bei Beibehaltung des Spielerschutzes, etwas entlastet. „Mitgliedschaft lohnt sich“, so ein Kommentar aus dem Kreis des Vorstandes.

Den illegalen Markt austrocknen

Beim Thema „Erschweren des Berufszugangs/höhere Hürden“ wünscht sich der BAV-Vorstand ein Zurückstellen der politischen Aktivitäten und absolute Konzentration auf das Thema „neue Spielverordnung“. Hierzu gab es eine rege, lebhafte Diskussion und eine abschließende spontane Abstimmung. Mit dem Ergebnis, dass sich die Mitglieder geschlossen hinter den Kurs ihres Vorstandes stellen.

FGA-Präsidentin Sabine Dittmers-Meyer und BAV-Präsident Andy Meindl betonten, dass man den Sumpf des illegalen Marktes nur durch ein attraktives legales Spiel austrocknen könne. „2006 haben wir das schon einmal geschafft.“ Es sei einfach nicht hinnehmbar, dass inzwischen jedes zweite Gerät in Deutschland dem boomenden Schwarzmarkt zugeordnet werden muss. Nur eine neue, moderne Spielverordnung kann diesen negativen Trend stoppen, ist man sich beim BAV einig.

Der „Zwischenstand Erlaubnisverfahren“ und die „Erkenntnisse aus Antragsverfahren und Reaktionen der Behörden“ waren Gegenstand der umfassenden Expertise von RA Mirko Benesch und RA Marcus Röll. Ein Ärgernis sind beispielsweise die höchst divergierenden Kostenforderungen, die massive Anzahl an Nebenbestimmungen (manche Bescheide sind rund 20 Seiten stark), das phlegmatische Festhalten an Formularen und eine zum Teil unsinnige Nachforderung von Unterlagen.

Pfeilschnell aktiv werden

Ganz wichtig: Auf die rasche Bestandskraft der Bescheide (nur vier Wochen ab Zustellung) achten und pfeilschnell aktiv werden. Insgesamt gilt: Auch der Kontrolldruck ist massiv angestiegen – mit zum Teil drakonischen Bußgeldern. So sind in einem Fall sogar 25 000 Euro wegen einer Mehrfachbespielung verhängt worden.

Die Informationsschrift BAV Dialog, aktuelle Informationen zum OASIS-Spielersperrsystem durch Michael Stang, HMV, und das Thema Digitales Sozialkonzept komplettierten die Jahreshauptversammlung 2026. Eine Leistungsschau mit namhaften Geräte-Herstellern und Dienstleistern und die große Mittagspause mit viel Zeit zum Netzwerken gaben dem Treffen die zusätzliche Würze. Im Herbst soll es dann erneut eine Neuauflage aus Mitgliedertreffen und BAV-Rechtstag geben.