TV-Konsum bleibt die liebste Freizeitbeschäftigung der Bundesbürger

Spitzenreiter in der Freizeit-Hitparade: 95 Prozent der Bundesbürger schauen regelmäßig TV. Sechs Prozent gaben an, auch Spielhallen zu besuchen.

Die BAT-Stiftung Zukunftsfragen hat den „Freizeit-Monitor 2018“ vorgestellt. Über 2 000 Personen wurden nach ihrem Freizeitverhalten befragt. Sechs Prozent von ihnen gaben an, mindestens einmal im Jahr eine Spielhalle zu besuchen. Noch vor fünf Jahren waren es nur fünf Prozent, die sich zur Spielhalle als Freizeitort bekannten.

Fernsehen ist weiter unangefochten die häufigste Freizeitbeschäftigung der Bundesbürger. Aktuell schauen 95 Prozent aller Deutschen regelmäßig fern, das heißt mindestens einmal pro Woche. Zwei von drei verfolgen sogar täglich das Fernsehprogramm.

Auch wenn es in Deutschland allgemein einen sehr hohen TV-Konsum gibt, ist das Fernsehen nicht in jeder Lebensphase die häufigste Freizeitbeschäftigung. So steht für kinderlose Paare die gemeinsame Zeit mit dem Partner an erster Stelle, während Familien in ihrer Freizeit am häufigsten Radio hören. Bei jungen Erwachsenen und Singles landet das Fernsehen sogar nur auf Platz fünf, weit hinter ihrer liebsten Freizeitbeschäftigung, der Internetnutzung.

Nutzung von Medien nimmt zu

Insgesamt betrachtet nimmt die Mediennutzung in der Freizeit weiter zu und dominiert diese sogar. Bei Familien und Jungsenioren sind bereits sieben der zehn häufigsten Freizeitaktivitäten medial geprägt. Bei Jugendlichen und kinderlosen Paaren sind es acht und bei jungen Erwachsenen sogar neun von zehn.

Spitzenreiter bei der Nutzung von Medien in der Freizeit sind Singles: Die gesamte Top 10 der häufigsten Beschäftigungen steht in Verbindung mit Mediennutzung. Einen Gegensatz hierzu bilden Ruheständler, die mit Fernsehen, Radio hören, Zeitung lesen, Telefonieren und Musik hören nur fünf Medienaktivitäten in ihrer Top 10 haben.

Neben der Mediennutzung werden lediglich drei soziale Aktivitäten (Zeit mit dem Partner verbringen, über wichtige Dinge reden und Kaffeetrinken) sowie vier regenerative Beschäftigungen (seinen Gedanken nachgehen, Ausschlafen, sich in Ruhe pflegen, Faulenzen) von einer Mehrheit der Bevölkerung ausgeübt.

Verdichtung von Aktivitäten

Jeder Bundesbürger geht pro Tag acht verschiedenen Freizeitaktivitäten nach. Pro Woche werden durchschnittlich sogar 23 unterschiedliche Tätigkeiten von jedem ausgeübt. Im Jahresvergleich zeigt sich eine deutliche Zunahme an Aktivitäten, denn 1998 waren es gerade einmal 12 wöchentliche Aktivitäten pro Person. Somit hat sich die Anzahl von Aktivitäten innerhalb von 20 Jahren fast verdoppelt.

Diese Verdichtung von Aktivitäten in der Freizeit führt zum einen zu einer zunehmenden Parallelausübung. Statt wie früher „eine Sache zu einer Zeit“, heißt es heute „mehr tun in gleicher Zeit“. Während beispielsweise ein Film geschaut wird, wird auch telefoniert, im Internet gesurft, gegessen oder gebügelt. Zum anderen verkürzt sich die Dauer, die für eine Aktivität aufgewendet wird.

Der Link zum Freizeit-Monitor