Verbände und Lotto fordern in „Mainzer Erklärung“ Stärkung des gemeinwohlorientierten Glücksspiels

Verbände und Lotto fordern Stärkung des "gemeinwohlorientierten Glücksspiels". Das ursprüngliche Lotto sei von ausländischen Produktkopien bedroht.

Vertreter von sechs gesellschaftlichen Institutionen haben sich in der „Mainzer Erklärung“ für die Stärkung des gemeinwohlorientierten Glücksspielmodells ausgesprochen.

Dazu gehören unter anderem die Stiftung Natur und Umwelt, der Landessportbund Rheinland-Pfalz, Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Liga der freien Wohlfahrtspflege.

Die Verbändevertreter kritisieren, dass kommerzielle Anbieter im Ausland ohne deutsche Erlaubnis Kopien der Lotterien des Deutschen Lotto- und Totoblocks und der Glücksspirale über das Internet vertreiben. „Die Erträge fließen den privaten Anteilseignern der Anbieter zu und werden so dem Gemeinwohl entzogen“, heißt es in einer auf der Webseite des „Sportbundes Rheinland“ veröffentlichten Pressemeldung.

Die Folge seien geringerer Umsatz bei den staatlichen Lotteriegesellschaften und somit auch weniger Geld für Gemeinwohlprojekte.

In der „Mainzer Erklärung“ betonen die Verbände und Lotto: „Dieses über Jahrzehnte erfolgreiche gemeinwohlorientierte Fördermodell hat seit seiner Einführung im Jahr 1970 alleine in Rheinland-Pfalz mehr als 122 Millionen Euro an Zweckerträgen eingespielt.“ Dies ermögliche, dass die Destinatäre als gemeinnützige Mittelempfänger ihre satzungsmäßigen Anliegen in vielfältiger Weise für die Menschen in Rheinland-Pfalz erfüllen könnten.