Virtuelle Forum-Mitgliederversammlung: Neuer Vorstand will die Zukunft mitgestalten

Der neue Forum-Vorstand (v.l.): Dieter Kuhlmann (Schatzmeister), Anja Bischof (Geschäftsführerin), Frank Repschläger (Justiziar), Sigrid Büscher, Frank Engler (Vorsitzender), Rolf Klug, Martin Restle (stellvertretender Vorsitzender), Nick Baldus, Marco Lauer (stellvertretender Vorsitzender), Thomas J. Plöger.

Der alte und neue Vorsitzende Andreas Engler stieß mit den Mitgliedern mit Prosecco aus der Lunchbox, die die Mitglieder zugesandt bekamen, auf das 30-jährige Bestehen des Forums an.

Der Verbandsjustiziar Frank Repschläger erläuterte die aktuelle rechtliche Situation.

Eigentlich hätte das 30-jährige Bestehen des Forum der Automatenunternehmer in diesem Jahr mit einem rauschenden Fest gefeiert werden sollen. Durch die aktuelle Situation versammelten sich knapp achtzig Mitglieder und Gäste vor den Monitoren und rückten in der Mitgliederversammlung via „zoom“ am 12. November vor allem den Glücksspielstaatsvertrag, den Lockdown und politische Entwicklungen in den Fokus.

Der Vorsitzende Andreas Engler richtete seinen Blick zuerst in die Gegenwart. Er sieht das Forum als „treibende Kraft“ und „verlässliche Größe“ innerhalb der DAW.

Errungenschaften des Verbandes

„Mit großem Stolz können wir heute sehen, dass die Saat der Qualität, die seit Gründung des Forums in die Branche und die Politik ausgebracht wurde, heute wenigsten in Teilen aufgegangen ist“, sagte Engler.

Sei man anfangs aufgrund des Engagements in Sachen Zertifizierung teils noch belächelt worden, sehe man laut Engler heute, dass die Zertifizierung in der Lage ist, Aufstellunternehmen und Aufstellorte am Leben zu erhalten.

Auch für das Verbraucherschutzkonzept fand er viele lobende Worte. „Fortschritt lässt sich nie aufhalten“, so Engler. Deshalb müsse man selbst der Treiber sein oder sich mit unternehmerischen Lösungen anpassen. „Reines Beharren am Alten und Bestandswahrung führt in jeder Branche zum Tod. Das werden wir verhindern. Wir wollen die Zukunft mitgestalten“, betonte der Vorsitzende.

Zudem sprach er eines der größten Probleme aktuell an: Die Abstände zu Kinder- und Jugendeinrichtungen. Hier spiele auch das Erscheinungsbild von Spielhallen eine Rolle, wie Engler aus Gesprächen mit Vertretern des Hilfesystems erfahren habe.

Weitere Themen waren die Aus- und Weiterbildung, der Arbeitskreis Qualitätsspielhalle und die Impulsschmiede.

Lockdown und Glücksspielstaatsvertrag im Mittelpunkt

Der Verbandsjustiziar Frank Repschläger berichtete über die aktuelle rechtliche Lage. Hier fokussierte er sich auf den Lockdown sowie den Glücksspielstaatsvertrag und seine Auswirkungen in den Bundesländern. Er ging auch auf Fragen der Teilnehmer hinsichtlich der aktuell bundesweit verordneten Schließung von Spielstätten ein. Im Rahmen einer Diskussion wurde deutlich, dass die wirtschaftlichen Folgen der erneuten Schließungen, aber auch die kommende Regulierung die derzeit drängendsten Probleme der Mitglieder sind.

In Bezug auf den Lockdown machte der Jurist den Mitgliedern wenig Hoffnung. Zwar müsste man die Zahlen der zweiten Novemberhälfte abwarten, doch wagt er keine Prognose, ob Spielhallen am 1. Dezember wieder öffnen dürfen. Des Weiteren wies Repschläger auf staatlichen Hilfen hin, stellte aber auch die offenen Detailfragen heraus, wie zum Beispiel die steuerliche Behandlung und den Abzug des Kurzarbeitergeldes.

Darüber hinaus ging Repschläger auf einige Gerichtsentscheidungen ein. Zwar würden ihm zufolge Gerichte teilweise die Anstrengungen in puncto Hygienekonzepte anerkennen, aber die Spielhallen würden mit anderen Freizeiteinrichtungen zu denen gehören, die aus gesellschaftspolitischen Gründen zumachen müssen, damit andere Wirtschaftszweige offen bleiben können.

Repschläger lieferte überdies ein Update zum Glücksspielstaatsvertrag. In einem Stimmungsbild zeigte er auf, inwieweit einzelne Bundesländer von der Öffnungsklausel Gebrauch machen könnten.

Digitale Vorstandswahlen

Des Weiteren fanden die satzungsgemäßen Wahlen zum Vorstand erstmals digital statt. Charis Giesen-van Baal und Lars Rogge kandidieren aus privaten Gründen nicht mehr für den Forum-Vorstand, bleiben dem Forum jedoch als Mitglieder erhalten. Die digital ausgeführten Wahlen ergaben: Den Vorsitz übernimmt erneut Andreas Engler für die kommenden zwei Jahre. Mit ihm werden zukünftig folgende Mitglieder den Verband repräsentieren und Vorstandsarbeit leisten: Nick Baldus, Sigrid Büscher, Rolf Klug, Dieter Kuhlmann (Schatzmeister), Marco Lauer (stellvertretender Vorsitzender), Thomas J. Plöger und Martin Restle (stellvertretender Vorsitzender). Sigrid Büscher aus Gelsenkirchen und Thomas Plöger aus Bielefeld wurden als neue Vorstandsmitglieder begrüßt.

Das Jahr 2020 war und bleibe schwierig, weshalb der neue Vorstand des Forum keine einfache Aufgabe vor sich habe, sagte Andreas Engler. Er sei sich jedoch „sicher, dass un-sere neue, alte Truppe dem gewachsen ist. Wir werden nach vorne blicken und gemeinsam Lösungen finden.“

Ein ausführlicher Bericht folgt in der Dezember-Ausgabe des AutomatenMarkt.