Werbung für Sportwetten: Innensenator Mäurer kritisiert BILD-Zeitung

Die BILD-Zeitung, selbst Anbieter von Sportwetten, steht in der Schusslinie. Der Presserat wurde eingeschaltet.

„Warnung vor Sportwetten-Werbung“, ist heute ein längerer Bericht auf www.tagesschau.de überschrieben. Darin wird über ein Schreiben des Bremer Innensenators Mäurer (SPD) an den Deutschen Presserat berichtet. Seine Klage: Die BILD-Zeitung würde „gezielt verharmlosend“ und „penetrant und positiv“ über Sportwetten berichten. Kritisiert wird auch, dass das Medium des Springer-Verlages selbst Sportwetten anbietet – und zwar mit der Marke „BildBet“.

Presserat soll sich des Themas annehmen

Der NDR-Autor Philipp Eckstein schreibt: „Der Bremer Innensenator betont, dass es ihm nicht nur um den aktuellen Einzelfall geht, sondern vielmehr um einen allgemeinen Missstand, mit dem sich der Presserat auseinandersetzen solle. Mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags zum 1. Juli 2021, mit dem weitere Online-Glücksspielangebote legalisiert wurden, erwarte er eine extreme Zunahme an Werbung und mehr Berichterstattung. Der Presserat solle daher, ähnlich wie bei Drogen, eine Richtlinie in den Pressekodex aufnehmen, die es der Presse verbiete, die Teilnahme an Glücksspielen zu verharmlosen.“

Laut Eckstein hat ein Sprecher des Konzerns die Vorwürfe zurückgewiesen, die BILD-Zeitung würde redaktionelle und werbliche Inhalte vermischen. Hier geht es zu dem ausführlichen Bericht.