WestLotto fordert klare regulative Eingriffe bei Lootboxen

„Packen wir es endlich an. Entwicklungen der Gamesindustrie dürfen nicht durch die Hintertür zu problematischem Spielverhalten bei Kindern und Jugendlichen führen", sagt Axel Weber, WestLotto-Unternehmenssprecher. (Foto: WestLotto)

Bereits 2019 hatte WestLotto eine Kampagne initiiert, die die Problematik von Lootboxen aufgriff. (Foto: WestLotto)

WestLotto begrüßt die aktuellen Diskussionen, Vorstöße und Berichterstattungen zum Thema Lootboxen ausdrücklich. „Wir fordern seit langem klare regulative Eingriffe bei Lootboxen. Jetzt haben wir die Chance, diese mit einem breiten gesellschaftspolitischen Diskurs aus Politik, Wissenschaft und Industrie auf den Weg zu bringen“, sagt WestLotto-Unternehmenssprecher Axel Weber. 

Verschmelzung von Gaming und Gambling

Hintergrund ist der aktuelle Vorstoß von 20 europäischen Verbraucherzentralen zur Schaffung umfangreicher Regularien und die damit verbundene vermehrte Berichterstattung in den Medien. Die Verbraucherzentralen stützen ihre Forderungen auf den ihrerseits veröffentlichten und viel beachteten Bericht „Insert Coin“. Demnach verschmelzen Gaming und Gambling praktisch unkontrolliert und Entwickler programmieren Computerspiele über Lootboxen zu regelrechten Online-Casinos um – ohne dabei den geltenden Gesetzen zu unterliegen.

„Durch die zunehmende Vermischung der Spielformen werden klare Regeln immer wichtiger. Denn hier tut sich eine gefährliche Einstiegsluke für Kinder und Jugendliche in einen unkontrollierten Umgang mit Glücksspiel auf“, betont Weber.

„Packen wir es endlich an"

Bereits seit Jahren mache sich WestLotto deshalb für die Eindämmung glücksspielähnlicher Angebote im Gamingbereich stark: „Packen wir es endlich an. Entwicklungen der Gamesindustrie dürfen nicht durch die Hintertür zu problematischem Spielverhalten bei Kindern und Jugendlichen führen."

Das müsse das Anliegen aller legalen Glücksspiel-Anbieter sein, die sich um Prävention und Spielerschutz und bemühen. WestLotto machte bereits 2019 in einer groß angelegten Kampagne medial darauf aufmerksam, dass versteckte Glücksspielangebote in Spiele-Apps für Kinder und Jugendliche strenger reguliert werden müssen (zum damaligen Beitrag geht es hier). Und das mit Erfolg – der Betreiber der App Coin Master nahm an dieser umfangreiche Änderungen vor (zum Beitrag geht es hier).

Zeit für zusätzliche Prävention und neue gesetzliche Regelungen

„Das war seinerzeit allerdings nur ein erster kleiner Schritt – die Industrie hat sich dramatisch beschleunigt, jetzt ist es Zeit für zusätzliche Prävention und neue gesetzliche Regelungen“, sagt Weber.

WestLotto habe sich mit seinem Angebot zur Prävention und Aufklärung sowie den Smart Camps „Create and Play responsibly“ dabei bereits klar positioniert.