Baden-Württemberg: Branche bei Parlamentarischen Frühstücken mit Politik im Gespräch

Archiv-Foto: Die Landtagsabgeordneten Fabian Gramling und Konrad Epple besuchen im November 2018 die Spielhalle "Sterntaler" im schwäbischen Murr bei Marbach, um sich vor Ort zu informieren.

Zu zwei Parlamentarischen Frühstücken haben in dieser Woche der Automaten-Verband Baden-Württemberg (AVBW) und der Dachverband die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) eingeladen und sich in diesem Rahmen mit den Mitgliedern des Wirtschafts- und des Innenausschusses beziehungsweise mit den Mitglieder des Sozialausschusses ausgetauscht. Bei beiden Veranstaltungen waren Abgeordnete und Berater aller im Landtag vertretenden Fraktionen zu Gast.

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und Michael Mühleck, der 1. Vorsitzende des AVBW, erläuterten den Landtagsabgeordneten die Situation der Branche in Baden-Württemberg und betonten, dass Mindestabstände zwischen Spielhallen und das Verbot von Mehrfachkonzessionen keine geeigneten Mittel seien, um den natürlichen menschlichen Spieltrieb zu kanalisieren, sondern – im Gegenteil – die Ausbreitung illegaler Spielangebote begünstigten, vor allem im Netz.

Qualitätsinitiative 2020

Auch deshalb müsse der Spielhallen-Kahlschlag zum 1. Juli 2021 in Baden-Württemberg verhindert werden. Beide Branchenvertreter sprachen sich klar für eine Regulierung des gewerblichen Automatenspiels nach Qualitätskriterien aus und gingen auch auf die Qualitätsinitiative 2020 ein, mit der die Automatenwirtschaft den Spieler- und Jugendschutz beim gewerblichen Automatenspiel weiter stärkt und gleichzeitig konkrete Vorschläge für eine qualitative Regulierung macht.