Blick hinter die adp Gauselmann-Kulissen am Tag der Logistik

Studenten auf Entdeckungstour durch das 2014 erbaute Logistikzentrum der Gauselmann Gruppe.

Zum elften Mal öffneten kürzlich Logistikunternehmen deutschlandweit ihre Türen für interessierten Nachwuchs. Denn mit mehr als drei Millionen Beschäftigten in rund 60 000 Unternehmen im Bereich Logistik und einem Umsatzvolumen von 274 Milliarden Euro gilt die Logistikbranche als einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche und Arbeitgeber in Deutschland. Zum ersten Mal schloss sich auch die Gauselmann Gruppe am Standort Lübbecke dem bundesweiten Aktionstag an und lud Schülerinnen und Schüler lokaler Bildungseinrichtungen sowie Studierende ein, mehr über das Logistikzentrum im Lübbecker Industriegebiet zu erfahren.

Über rund 400 Meter erstreckt sich in der Paul-Gauselmann-Straße das Produktionswerk der adp Gauselmann GmbH. Die erste Halle wurde Mitte der 1970er Jahre im Zuge der Produktion des ersten selbstentwickelten Merkur-Geldspielgerätes erbaut. Im Jahr 2014 wurde die Einweihung der sogenannten Halle 8 gefeiert. In dem hochmodernen Logistikzentrum arbeiten aktuell 113 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und versorgen von hieraus Kunden in aller Welt mit Geräten, Zubehör- und Ersatzteilen. Darüber hinaus findet in Halle 8 auch die Lagerung, Kommissionierung und Retourenabwicklung statt.

Jährlich rund 300 000 Stapler-Aufträge

Das Logistikzentrum verfügt über Kapazitäten von bis zu 14 000 Paletten. Pro Jahr werden durchschnittlich rund 300 000 Stapler-Aufträge im Hochregallager SAP-gestützt abgewickelt. In insgesamt elf Leanliften stehen bis zu 12 500 Behälter mit Einzelteilen bereit, um auf Bestellung verschickt zu werden.

„Wer bis 16 Uhr bestellt, erhält sein Paket in der Regel am nächsten Tag“, versichert Lars Langenberg, der als Projektleiter Logistik zusammen mit seiner Kollegin Jana Stolz, Fachkraft für Lagerlogistik, sowie die Kollegen Felix Frank (Lager-Steuerung) und Raphael Steffen (Azubi) die Gäste am Tag der Logistik bei ihrem Blick hinter die Kulissen betreute.

Jugendliche Gäste machen Praxis-Test

Circa 200 000 Pakete verlassen pro Jahr über den Warenausgang das adp-Werk. Wie sich die Abläufe konkret von der Bestellung per Telefon, E-Mail oder Fax bis zum Versand des Pakets gestalten, konnten die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer an diesem Tag selbst testen. Jeder einzelne bearbeitete eine arrangierte Order – in diesem Fall einen USB-Stick – und verschickte diesen, nachdem er entsprechend verpackt worden war, an seine private Adresse. Für die Studierenden wurde der Praxisteil übersprungen, dafür jedoch umfassend über die vielseitigen Praktika-Möglichkeiten im Unternehmen, das im Übrigen als „Fair Company“ ausgezeichnet ist, informiert.