20.05.2026

DAV: Mit neuen Ideen für ein besseres Image und gegen die Vergnügungssteuerspirale

Im Ruhrstadion gab es aktuelle Informationen für das tägliche Automatengeschäft.

DAV-Vorstandsmitglied Thomas Plöger stellte die Social-Media-Kampagne „GLücksspiel? Aber sicher!" vor.

Viele Übergangsphasen und wenig Konkretes – dass ein starker Landesverband auch in so einem Schwebezustand viel Positives bewegen kann, zeigte die Jahreshauptversammlung des Deutschen Automaten-Verband (DAV) am gestrigen Dienstag, 19. Mai, im Stadion des VFL Bochum. DAV-Vorstandsmitglied Thomas Plöger nannte gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung mit über 100 angemeldeten Besuchern die Punkte die noch der Klärung bedürfen: Ausführungsgesetz in NRW– noch ungewiss, Spielverordnung – immer noch in der Übergangsphase, aber: Zumindest bei der Spielverordnung sieht Plöger positive Zeichen: „Die Situation wird sich sicherlich verbessern.“

Ausgewogene WDR-Reportage

Zumindest beim Image der Branche gibt es konkretere Ergebnisse – wie die ausgewogene WDR-Reportage „Das Automatenimperium – NRW und das Glücksspiel“ bei der der DAV „nicht unbeteiligt“ nicht unbeteiligt gewesen ist, wie Plöger betont. In der Reportage wird einerseits nicht die Suchtproblematik ausblendet aber andererseits auch ehrlich über die legale, streng regulierte mittelständische Automatenbranche berichtet. Hier gibt es den Bericht in der ARD-Mediathek zum Nachschauen.

Die sozialen Medien sind ein weiterer Weg, um das Bild der Automatenbranche in der Öffentlichkeit ins rechte Licht zu rücken, wie der DAV bereits mit der Kampagne „Glücksspiel? Aber sicher!“ bewiesen hat, die jetzt dank des Bundesverbandes Automatenunternehmen (BA) auch über Nordrhein-Westfalen hinaus ausgerollt wird.

Image des Automatenunternehmers vor Ort

Als Gastredner vom BA ist Simone Storch nach Bochum gekommen, um dort das BA-Strategiemodell bei einer Vergnügungssteuererhöhung vorzustellen (ausführlicher Bericht in der Mai-Ausgabe 2026 vom AutomatenMarkt). Auch hier ist das Image des Automatenunternehmers vor Ort ein wichtiger Aspekt.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Voussem übermittelte ein Grußwort per Videobotschaft und verweist auf eine „besorgniserregende Schwarzmarktquote von 30 Prozent“ und fordert, dass legale Glücksspielanbieter nicht zu stark belastet werden dürfen.

Den Blick auf den Spielhallenkunden wirft Florian Brodrecht von Löwen Entertainment: „Bei allem, was wir anbieten, muss der Spielgast im Zentrum stehen.“ Brodrecht stellt die Ergebnisse einer Kundenbefragung vor. Eine wichtige Erkenntnis: Die fünf wichtigsten Gründe für den Besuch einer bestimmten Spielhalle – Entspannung, Ausgleich zum Alltag, Ambiente, soziale Kontakte und Stressabbau – können vom Spielhallenbetreiber beeinflusst werden.

Rechtliche Entwicklungen

Aktuelle rechtliche Entwicklungen wurden in der Versammlung von den Rechtsanwälten Bernd Fröhlingsdorf, Isabelle Hanowski und Caroline Wassen dargestellt. Thematische Schwerpunkte sind hier vor allem die deutlich erhöhte Gebühr für die Erlaubniserteilung, die mittlerweile Zahlungen von bis zu 19 000 Euro zulässt und die zuletzt deutlich erhöhten Kontrollen durch Betriebsprüfungen und die Zollbeamten.

Das DAV-Ehrenvorstandsmitglied Horst Hartmann informierte die versammelten Automatenunternehmer über Neuerungen zu den Themen E-Rechnung, Kiosk-Umsätze und aktuelle Manipulationsvorfälle.

Alle Informationen rund um die Jahreshauptversammlung vom DAV gibt es in der nächsten Ausgabe vom AutomatenMarkt.