Euphorie vor Spiel gegen Elfenbeinküste hoch: Tipper noch siegessicherer als gegen Curaçao
Der überzeugende 7:1-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao hat die Erwartungen bei den Fans deutlich erhöht: 46,4 Prozent der fußballinteressierten Deutschen trauen der DFB-Elf nach dem Torfestival den Einzug ins Halbfinale zu. Das zeigt eine bevölkerungsrepräsentative Studie von ONE8Y im Auftrag des Tipico Sportdatencenters.
Unmittelbar vor Turnierbeginn waren es nur 30,1 Prozent. Einen deutschen WM-Sieg halten jetzt 14,6 Prozent der Befragten für möglich (+ 3,8 Prozentpunkte). Nahezu alle Tipper sind überzeugt: Deutschland schlägt die Elfenbeinküste. Diese Euphorie überträgt sich auch auf das zweite Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste am Samstagabend: 97 Prozent der abgegebenen Wetten erwarten einen Erfolg der deutschen Mannschaft – höhere Siegessicherheit ist kaum möglich.
Ganz so klar ist die Ausgangslage laut Analyse des Tipico Sportdatencenters aber nicht: Die Buchmacher bewerten die Siegeschancen Deutschlands mit rund 61 Prozent. Gegen Curaçao hatte sich die Meinung der Tipper mit 95 Prozent auf Sieg noch mit der tatsächlichen Erfolgswahrscheinlichkeit gedeckt.
Errechnete Titelwahrscheinlichkeit nur leicht gestiegen
Auch die Titelwahrscheinlichkeit ist trotz der Euphorie nur minimal gestiegen. So erhöhte sich die Chance auf den fünften Stern laut Datenanalysten nur von 6,7 auf 7,7 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit auf den Einzug ins Halbfinale ist mit rund 27 Prozent aktuell ebenfalls nur minimal höher (+ 0,5 Prozentpunkte). Denn laut Buchmacher ist die Konkurrenz weiterhin deutlich stärker als Deutschland einzuschätzen – wenn auch mit leichten Anpassungen nach dem ersten Spieltag.
Im Kampf um den WM-Pokal hat sich Frankreich nach dem Auftaktsieg gegen Senegal mit einer Titelwahrscheinlichkeit von rund 20 Prozent (+ 3,3 Prozentpunkte) an die Spitze geschoben. Spanien liegt nach dem überraschenden 0:0 gegen Kap Verde mit 15,4 Prozent (- 2,8 Prozentpunkte) nur noch auf Rang zwei. Dahinter folgt mit 13,3 Prozent England (+ 0,8 Prozentpunkte), Argentinien mit 11,8 Prozent (+ 1,8 Prozentpunkte) und Portugal mit 10 Prozent (- 1,8 Prozentpunkte) – vor Brasilien (- 2,3 Prozentpunkte) gleichauf mit Deutschland.