BA-Young Professionals: Junge Unternehmerinnen und Unternehmer in Zukunftswerkstatt – Social Media-Formate mit KI erfolgreich bespielen
Die drei Organisatoren, von links: Timo Schwarzer, Automatenunternehmer aus Bad Homburg, Marcel Fischer, BA-Referent für Politik und Kommunikation, und Alexander Todt vom Automatenvertrieb Todt (AVT) in Gevelsberg.
Gruppenfoto im Lichthof des Verbändehauses: Das kleine Jubiläum – fünf Jahre BA-Young Professionals – war erneut ein Event mit Zugkraft.
Wenn es das BA-Young Professionals-Format nicht geben würde, man müsste es erfinden! Einmal im Jahr treffen sich junge Unternehmerinnen und Unternehmer zu absoluten Top-Themen und einem zwanglosen Austausch im brodelnden Berlin – unter Schirmherrschaft des rund 2 000 Mitglieder starken Bundesverbandes Automatenunternehmen. Schwerpunktthemen der diesjährigen Session: Social Media, KI-Werkzeuge und gute Unternehmensführung.
Von Anfang an dabei: Timo Schwarzer, Alexander Todt und Marcel Fischer
Als seit fünf Jahren bewährte, eloquente Gastgeber begrüßten die Automatenunternehmer Timo Schwarzer und Alexander Todt die Gäste an diesem superheißen 19. Juni 2026. Am Abend zuvor hatte eine gemeinsame Floßfahrt auf der Spree bereits für Zeit zum Kennenlernen, gute Gespräche und die nötige Abkühlung beziehungsweise Erfrischung gesorgt. Fünf Jahre BA-Young Professionals – dieses kleine Jubiläum verdient besondere Beachtung: Unser Interview mit Timo Schwarzer und Alexander Todt ist Teil unserer AutomatenMarkt-Juli-Ausgabe.
Am Tagungstag begrüßte BA-Geschäftsführerin Simone Storch die junge Unternehmerschaft im Verbändehaus am Weidendamm persönlich. Das Format sei eine „Herzensangelegenheit“ für den Bundesverband Automatenunternehmen. Frau Storch fokussierte zudem auf Themen wie Eckpunktepapier, Kampf gegen Illegalität, Aktivierung der Aufsteller beim existenziellen Thema Vergnügungssteuern und die jüngste Kampagne „Glücksspiel? Aber sicher!“, vom DAV ins Leben gerufen und vom BA aufgenommen und mit maximaler Reichweite weitergetragen.
Das Organisations-Trio – Timo Schwarzer, Alexander Todt und Marcel Fischer – hatte auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches und praxisnahes Programm zusammengestellt. Im Mittelpunkt des Vormittags stand zunächst das Thema Social Media und Content Creation.
Wichtig: Regelmäßige, wiedererkennbare Formate
In einem dreistündigen Workshop vermittelte Mattheus Berg von der Agentur Wahlwerkstatt die Mechanismen erfolgreicher Inhalte, stellte hilfreiche Tools vor und macht die praktische Umsetzung in interaktiven Gruppenübungen erlebbar. Eine seiner Kernthesen: „In vielen Branchen bedeutet Social Media mehr Sichtbarkeit, mehr Leads, mehr Kunden. In der Automatenbranche ist das zu kurz gedacht. Hier muss jede Form von Aufmerksamkeit Vertrauen aufbauen – bei Politik, Öffentlichkeit, Nachbarschaft, Mitarbeitenden und potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern.“
Der Maßstab sei nicht: „Hat das viele Likes?“ Sondern: „Wirkt die Branche danach seriöser, verständlicher und verantwortlicher?!“ Dabei sollte unsere Branche nach vorne stellen, was sie von illegalen Angeboten unterscheidet: Kontrollen, Jugendschutz, Spielerschutz, geschultes Personal, Regeln, Sperrsysteme, Zertifizierung, Ausbildung, et cetera. Mattheus Berg empfiehlt einfache, verständliche Botschaften wie: „Legal heißt nicht einfach nur erlaubt. Legal heißt: Es gibt jemanden, der hinschaut!“ Und: „Wenn du ein Suchtproblem hast und gesperrt bist, kommst du bei uns nicht rein.“
Der charismatische Inhaber der Agentur Wahlwerkstatt weiter: „Ein guter Social-Media-Auftritt besteht nicht aus einzelnen Geistesblitzen. Er lebt von wiedererkennbaren Formaten, die regelmäßig funktionieren.“
Zum Beispiel: Was viele nicht wissen! – Legal oder illegal? – Ein Tag im Betrieb. – Mythos Automatenbranche. – Drei Dinge, die wir kontrollieren müssen.
Mit einem "Hook" Aufmerksamkeit auf sich ziehen
Absolut wichtig ist immer die Wiedererkennbarkeit! Und der sogenannte „Hook“ (englisch für Haken), also das erste Element, dass die Aufmerksamkeit der Zielgruppe sofort fesselt und quasi der Türöffner ist. Hier erarbeiteten die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer in dem Workshop konkrete Beispiele, von Bild-Text-Botschaften bis hin zu Videos.
Beispielsweise dieser von Mattheus Berg präsentierte Einstieg, der neugierig macht: „Ich hätte nie gedacht, dass der härteste Teil meines Jobs nicht der Service ist ...“ Oder: „Was wäre, wenn du morgen aufwachst und alle legalen Spielhallen sind verschwunden – und übrig geblieben sind nur noch illegale Angebote ohne Kontrolle?“
Zu den Nachrichtenkategorien zählen: Edutaiment, Entertainment, Kontroverse und Inspiration. Und man sollte nicht nur die eigenen Kanäle für seinen Content nutzen! Immer auch eine wichtige Frage: Was können wir zeigen, das echte Aufmerksamkeit erzeugt, aber nicht vordergründig zum Spielen animiert? Unsere Unternehmen sind so oder so aufgerufen, ihre oft ultramodernen Betriebsabläufe in allen seriösen und menschlichen Facetten in eine zunehmend wohlwollende Öffentlichkeit zu tragen.
Und dann noch diese gute Anregung aus dem Teilnehmerkreis: Gerne öfters mal das im Kern positive Lebensgefühl darstellen, das mit dem Automatenspiel verbunden ist. Denn zu vielen sozialen Räumen – wie in der legendären Eckkneipe – gehören traditionell unbedingt auch Automaten. Dabei könne man auch mit gewissen Klischees aufräumen, beispielsweise mit der absolut irrigen Annahme, in einer legalen Spielhalle könne man „Haus und Hof verspielen“.
Social Media-Arbeit mit einem KI-Tool
Nach der Mittagspause ging es um den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Content-Erstellung. Natalia Güllich vom BA-Servicepartner ViralSpoon zeigte eindrucksvoll, wie die Künstliche Intelligenz (KI) dabei helfen kann, effizient und ressourcenschonend Inhalte für soziale Medien zu erstellen, Reichweite aufzubauen und Kommunikationskanäle nachhaltig zu bespielen. Schon 1 300 Kunden nutzen den KI-Agenten des Unternehmens aus Frankfurt am Main.
Jede Woche bekommt der Kunde über das KI-Tool von ViralSpoon automatisch neue, individuelle Posts, im Vorfeld leicht konfigurierbar über die intuitiv eingerichtete Maske. Das Unternehmen habe natürlich trotzdem 100 Prozent Kontrolle. Sobald der Beitrag freigegeben ist, wird er automatisch in sozialen Medien wie Instagram, Facebook und LinkedIn geteilt. Statt der vergleichsweise umständlichen und kostenintensiven Arbeit mit einer Agentur lasse sich so die Social Media-Arbeit revolutionieren, machte Frau Güllich deutlich.
Ein Erfahrungswert: Innhalb von 45 Minuten könne man mit dem KI-Tool rund 30 individuelle Posts planen, generieren und hochladen. Wichtig immer auch diese Botschaft: Authentizität, Kreativität und Beständigkeit zahlen sich bei Online-Aktivitäten aus!
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Praxis-Workshop zum Thema „Moderne Unternehmensführung“ mit Leadership-Experte Edwin Prelog. Im Mittelpunkt stand der Einsatz von Künstlicher Intelligenz als Sparringspartner in der Führungspraxis. Anhand konkreter Fallbeispiele wurden praxisnahe Lösungsansätze erarbeitet, die sich unmittelbar in dem herausfordernden Alltag der Unternehmerinnen und Unternehmer anwenden lassen.
Echtes Interesse, nicht gespielte Empathie
Im Kern geht um eine Führungskommunikation, die die Kraft hat, Verhalten zu ändern! Und: „Verhalten ändert sich erst, wenn Menschen sich verstanden fühlen.“ Wichtig sei „echtes Interesse, nicht gespielte Empathie“. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter merken den Unterschied. Eine Kunst ist es, Aussagen aus einem Mitarbeitergespräch in eine tragfähige Vereinbarung zu transferieren.
Edwin Prelog weiß: „Erfolg in den Mitarbeitergesprächen teilt sich aus meiner Erfahrung so auf: 25 Prozent Mindset und Überzeugung. 25 Prozent Methoden und Tools. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt: 50 Prozent sind Training.“
Aus rund 50 psychologischen Modellen haben Edwin Prelog und sein Team deshalb einen KI-Sparringspartner entwickelt, der den Kunden 24/7 zur Verfügung steht und der von den BA-Young Professionals auf Herz und Nieren getestet werden konnte. Mit erstaunlichen, positiven, überzeugenden Ergebnissen.
Dann noch dieser Satz vom Führungskräfte-Coach, der lange nachklingt: „Gute Führung erzeugt zuerst Gefühle. Danach entsteht Veränderung.“