15.10.2026

Gemeinsamer Tenor auf dem Parlamentarischen Abend in Düsseldorf: Spielbetrieb nicht der Illegalität überlassen!

Von links: DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker, Christof Sommer, Hauptgeschäftsführer Städte- und Gemeindebund NRW, Angela Erwin, MdL und Landesvorsitzende MIT NRW, Nico Ernstberger, Beauftragter für DAW-Länderkommunikation in NRW, Gregor Golland, MdL, stellvertretender Fraktionsvorsitzender CDU, und Thomas Plöger, Vorstandsmitglied DAV.

Am 14. Oktober luden der Dachverband Die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) und der Deutsche Automaten-Verband (DAV) zum Parlamentarischen Abend nach Düsseldorf. DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker und DAV-Vorstandsmitglied Thomas Plöger begrüßten zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Automatenwirtschaft. Im Mittelpunkt des Abends standen die aktuellen Herausforderungen für das gewerbliche Automatenspiel und die wirksame Bekämpfung des illegalen Glücksspiels.

Georg Stecker: Nachfrage in geordnete, überwachte, kontrollierte Bahnen lenken

In seiner Begrüßungsrede machte DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker deutlich, dass der wachsende illegale Glücksspielmarkt entschlossenes politisches Handeln erfordere. Dabei komme es insbesondere auf das Zusammenspiel von konsequentem Vollzug und einer nachfragegerechten Regulierung des legalen Marktes an.

Georg Stecker erklärte: „Die wirksame Bekämpfung des illegalen Glücksspiels erfordert zwei gleichermaßen starke Säulen: einen konsequenten Vollzug und ein wettbewerbsfähiges legales Angebot. Kontrollen und Sanktionen sind unverzichtbar. Sie allein werden den Schwarzmarkt jedoch nicht nachhaltig zurückdrängen. Entscheidend ist, dass das legale Automatenspiel wieder so gestärkt wird, dass es seinen gesetzlichen Kanalisierungsauftrag erfüllen kann. Nur ein ausreichend verfügbares und nachfragegerechtes legales Angebot ist in der Lage, die bestehende Nachfrage der Verbraucherinnen und Verbraucher in geordnete, überwachte und kontrollierte Bahnen zu lenken.“ 

Mit Blick auf die Situation in NRW forderte Stecker ein Neudenken des Konzessionsbegriffs. Die Menschen sollten dorthin gelenkt werden, wo sie geschützt spielen können.

Christof Sommer: Spielbetrieb nicht der Illegalität überlassen

Christof Sommer, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen, betonte in seinem Grußwort die gemeinsamen Interessen der Kommunen und der Automatenwirtschaft bei der Bekämpfung des illegalen Glücksspiels und der Gestaltung eines verantwortungsvollen legalen Angebots: „Die Automatenwirtschaft und die Kommunen eint trotz teilweise unterschiedlicher Aufgaben und Interessen in einer komplexen Gesetzeslage das gemeinsame Interesse, den Spielbetrieb nicht der Illegalität zu überlassen und die Angebote in den Städten und Gemeinden möglichst hochwertig auszugestalten.“

In seinem anschließenden Grußwort ging DAV-Vorstandsmitglied Thomas Plöger insbesondere auf die Situation der mittelständischen Automatenunternehmen in Nordrhein-Westfalen ein. Er verwies auf die zunehmenden wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen und unterstrich die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für die Zukunft der Branche.

Thomas Plöger: Verlässliche Zukunftsperspektive eröffnen

Thomas Plöger betonte: „Die Automatenwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist mittelständisch geprägt. Viele unserer Automatenunternehmen sind seit Generationen familiengeführt, fest in ihren Regionen verwurzelt und übernehmen Verantwortung für ihre Beschäftigten. Doch steigende Betriebskosten, zunehmende bürokratische Anforderungen und regulatorische Einschränkungen stellen unsere Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Wir brauchen deshalb Rahmenbedingungen, die unternehmerisches Handeln ermöglichen, Investitionen fördern und auch der nächsten Generation eine wirtschaftliche Perspektive bieten. Dazu gehören insbesondere praxistaugliche Regelungen für den Personaleinsatz und die Unternehmensnachfolge. Wer den Mittelstand in Nordrhein-Westfalen stärken will, muss auch unseren Betrieben eine verlässliche Zukunftsperspektive eröffnen.“